Tödliche Attacke in Berlin: Verdächtiger soll mit Tat geprahlt haben

Jonny K., Alexanderplatz
Das Opfer, der 20 Jahre alte Jonny K., war am 14. Oktober von den Unbekannten so brutal zusammengeschlagen worden, dass er einen Tag später starb.
dpa, Robert Schlesinger

Hauptverdächtiger weiter auf der Flucht

Er schlug gemeinsam mit anderen den 20-jährigen Jonny K. so brutal zusammen, dass dieser einen Tag später seinen schweren Verletzungen erlag. Doch nach der tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz zeigt Onur U. keine Reue - im Gegenteil: Der Hauptverdächtige soll in seinem Umfeld mit der Tat geprahlt haben.

Nach Angaben von Bekannten habe der 19-Jährige wenige Stunden danach erklärt, gemeinsam mit anderen "einen Typen totgeschlagen" zu haben. Dies geht aus einem Bericht des 'Spiegel' hervor. Zudem ist der mutmaßliche Haupttäter weiter flüchtig, laut Polizei soll er sich möglicherweise in die Türkei abgesetzt haben.

Mehreren Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem mutmaßlichen Haupttäter um einen früheren Amateurboxer und polizeibekannten Gewalttäter. Er ist demnach wegen Körperverletzung, Nötigung und Waffenbesitzes vorbestraft. Wenige Wochen vor der Tat soll er wegen mehrfacher Vorstrafen ein Anti-Gewalt-Seminar absolviert haben. Von seinem Umfeld werde er als äußerst aggressiv beschrieben, hieß es.

Öffentliche Trauerfeier in Berlin

Nach der Gewalttat am Alexanderplatz kam ein 19-jähriger Verdächtiger in U-Haft; zwei weitere, die sich gestellt hatten, kamen wieder auf freien Fuß. Mehrere weitere Tatverdächtige werden noch gesucht.

Das Opfer, der 20 Jahre alte Jonny K., war am 14. Oktober von den Unbekannten so brutal zusammengeschlagen worden, dass er einen Tag später starb.

Mit einer Trauerfeier können Berliner heute Abschied von dem vor zwei Wochen getöteten Jonny K. nehmen. Die öffentliche Gedenkfeier im Haus der Begegnung im Bezirk Charlottenburg haben Familie und Freunde des Opfers organisiert. Zuvor soll dem 20-Jährigen im engsten Familienkreis nach buddhistischer Tradition gedacht werden.