Todtrauriger Abschied am Sarg: Camdens letzter Gruß an seinen Vater

"Wenn die beiden nicht wären, würde ich auch gar nicht mehr leben wollen"

Der kleine Camden steht mit seiner Mutter an einem Sarg. Darin liegt sein Vater Aaron Smith. Er hatte einen fröhlichen Sohn und eine hübsche Frau. Doch seit einem Jahr war Aaron heroinsüchtig. Er wusste: Wenn er nicht davon loskommt, wird er sterben. Auch Camdens Mutter ist heroinsüchtig. Doch es gibt Hoffnung.

Am Anfang waren es nur vermeintlich harmlose Schmerzmittel, die Aaron Smith nahm. Und es wirkt ein wenig so, als könne er selbst nicht so richtig begreifen, was mit seinem Leben passierte: "Es ging alles so schnell bis zu dem Punkt, an dem ich jeden Morgen aufgewacht bin und mir als erstes Heroin gespritzt habe", erzählte der 22-Jährige.

Er wusste: Wenn er es nicht schafft, von der Droge loszukommen, wird er sterben. Seit einem Jahr war Aaron abhängig. Doch für seinen Sohn Camden und für seine Frau Kaitlin wollte er es schaffen, clean zu werden. Tagelang telefonierte er unzählige Stellen ab und bekam schließlich einen Platz in einer Gruppe. Er war so froh, dass er glaubte, die wenigen Tage bis zum Beginn ohne Drogen zu überstehen. Doch das Heroin war stärker, Aaron spritzte sich wieder etwas - und schämte sich vor seiner Frau. "Ich will sie nicht verlieren. Sie ist die Mutter meines Sohnes", erzählte er mit Tränen in den Augen. "Wenn die beiden nicht wären, würde ich auch gar nicht mehr leben wollen."

Drei Tage lang schaffte es Aaron in der Therapie, dann wurde er rückfällig und gab auf - fatal. Acht Tage später war er tot. Gestorben an einer Überdosis. Die Droge war stärker als er. Kaitlin und ihr kleiner Sohn müssen ihren geliebten Ehemann und Vater beerdigen. "I love you, Daddy", schreibt Camden als letzten Gruß an seinen Vater. Es ist ein Moment, zu dem es nie hätte kommen dürfen.

Auch Kaitlin selbst kämpfte lange mit dem Heroin. Was sie macht, wenn Camden mit seinem Vater sprechen will und wie es ihr heute geht, sehen Sie im Video.