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Todesfalle für Igel: Naturschützer warnen vor Mährobotern

Qualvoller Tod für Stacheltiere

Naturschützer warnen: Mähroboter sind Todesfalle für Igel

Igel
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MG RTL D / ORF Universum

Warnung: Mähroboter nicht abends oder nachts fahren lassen

Eine tödliche Gefahr für Igel sehen Naturschützer in den beliebten Mährobotern. Würden die Tiere nicht von den Sensoren bemerkt, könnten sie von den rotierenden Mähmessern schwer verletzt werden oder gar qualvoll sterben, sagte Moritz Franz-Gerstein von der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Gartenroboter sollten nicht in der Dämmerung oder nachts laufen, da Igel erst bei Dunkelheit auf Nahrungssuche gingen.

Im Video: So können Sie Igel-Unfälle mit dem Mähroboter verhindern

Die kleinen Stacheltiere rollen sich laut Stiftung bei Gefahr zusammen und laufen nicht weg. Dieses Verhalten könne ihnen bei Mährobotern zum Verhängnis werden, so Franz-Gerstein. Nach Angaben der Wildtierschützer leben Igel heutzutage vor allem in siedlungsnahen Gebieten und sind oft in Gärten unterwegs. Sie ernähren sich von bodenlebenden Wirbellosen wie zum Beispiel Regenwürmern, Käfern oder Kellerasseln.

Bei der Stiftung mit Sitz in Hamburg gehen demnach immer mehr Meldungen zu schwer verletzten Igeln ein. Eine bundesweite Statistik gebe es aber nicht. Die Stiftung appellierte an die Hersteller, die Sensorik der Geräte zu verbessern. In einem Test einer Igel-Pflegestation mit Stofftieren schnitten im vergangenen Jahr verschiedene Mähroboter desolat ab: Die Rasenmäher-Roboter zerfetzten die Stoff-Igel.

Mähroboter: Todesfalle für Igel So können Sie Unfälle verhindern
00:48 min
So können Sie Unfälle verhindern
Mähroboter: Todesfalle für Igel

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