Prozess beginnt erst 2021

Todesfall George Floyd: Angeklagter Ex-Polizist plädiert auf "nicht schuldig"

A mural go George Floyd commemorates the killing of George Floyd on Melrose Avenue in Los Angeles on Friday, June 12, 2
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30. Juni 2020 - 15:06 Uhr

Richter will keine öffentlichen Äußerungen der Beteiligten

Das Hauptverfahren gegen vier wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagte Ex-Polizisten soll US-Medien zufolge am 8. März nächsten Jahres beginnen. Einer der vier wird dabei auf "nicht schuldig" plädieren, zeigen Gerichtsakten. Die anderen drei äußerten sich bisher nicht. Am 11. September wird es eine Anhörung zu Verfahrensfragen geben, verfügte Richter Peter Cahill. Er warnte die Beteiligten, dass bei weiteren öffentlichen Äußerungen zu dem Fall eine Verlegung des Verfahrens an einen anderen Ort nötig sein könnte, um einen fairen Prozess zu garantieren.

Hauptangeklagter Derek Chauvin aus dem Gefängnis zugeschaltet

Derek Chauvin
Derek Chauvin drückte sein Knie rund acht Minuten lang in den Hals von George Floyd.

Der Hauptangeklagte Derek Chauvin wurde per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet, die anderen waren im Gerichtssaal anwesend.

Zwei der inzwischen entlassenen Polizisten sind auf Kaution frei. Der unbewaffnete Floyd war am 25. Mai in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota bei einer brutalen Festnahme ums Leben gekommen. Sein Tod führte im ganzen Land zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Polizist beruft sich auf "Recht der Anwendung verhältnismäßiger Gewalt zur Selbstverteidigung"

Former Minnesota police officer J. Alexander Kueng arrives for his omnibus hearing on aiding and abetting in the killing of George Floyd, at the Minneapolis Public Safety Facility in Minneapolis, Minnesota, U.S. June 29, 2020. REUTERS/Nicholas Pfosi
Der Angeklagte Alexander Kueng bei der ankunft am Gericht.
© REUTERS, Nicholas Pfosi, /FW1F/Leslie Adler

Die Polizeibeamten hatten Floyd wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen. Sie drückten ihn auf der Straße zu Boden. Der weiße Beamte Derek Chauvin drückte sein Knie rund acht Minuten lang in Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor das Bewusstsein und starb an Ort und Stelle.

Chauvin wird unter anderem Mord zweiten Grades vorgeworfen, worauf in Minnesota bis zu 40 Jahre Haft stehen. Den übrigen Ex-Polizisten wird Beihilfe zur Last gelegt. Einer von ihnen, J. Alexander Kueng, plädierte auf nicht schuldig und berief sich auf das Recht der Anwendung verhältnismäßiger Gewalt zur Selbstverteidigung. Das zeigt ein bei Gericht eingereichtes Dokument.

George Floyd: Diese Polizisten verantworten seinen Tod