Tod von US-Teenager: Ausgangssperre in Ferguson

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18. August 2014 - 10:16 Uhr

Bürgermeister: "Die Welt schaut auf uns"

Wegen anhaltender Unruhen nach dem Tod eines schwarzen Jugendlichen hat der US-Bundesstaat Missouri den Notstand und eine nächtliche Ausgangssperre über die Kleinstadt Ferguson verhängt. Damit sollten den Krawallen und Plünderungen in dem Vorort von St. Louis ein Ende bereitet werden, sagte Gouverneur Jay Nixon. "Die Augen der Welt schauen auf uns" und die öffentliche Sicherheit müsse geschützt werden.

Die Unruhen brachen vor einer Woche aus, nachdem ein weißer Polizist einen unbewaffneten schwarzen 18-Jährigen erschossen hatte.

Die Umstände sind noch ungeklärt. Die Polizei sprach von Notwehr nach einem Handgemenge, nachdem der Beamte den Jugendlichen aufgefordert habe, nicht auf der Straße zu gehen.

Augenzeugen zufolge soll der Polizist dagegen den Teenager mit mehreren Schüssen getötet haben, obwohl dieser als sichtbares Zeichen des Ergebens die Hände erhoben habe.

Der Fall weckte Erinnerungen an den Tod des 17-jährigen schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin, der 2012 in Florida vom Mitglied einer privat organisierten Nachbarschaftswache erschossen wurde, angeblich aus Notwehr. Die Tat löste landesweite Proteste aus, die vor rund einem Jahr wieder aufflammten, nachdem der Täter von einem Gericht freigesprochen worden war.