Tod nach Faustschlag in Wittenberg: Revision eingelegt

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
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30. März 2020 - 13:34 Uhr

Er schlug einen 30-Jährigen so schwer ins Gesicht, dass der auf den Hinterkopf stürzte und an den Folgen starb: Jetzt akzeptiert die Familie des Opfers die Verurteilung des damals 17-Jährigen zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung nicht. Beide Vertreter der Nebenklage hätten Revision gegen das Urteil wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingelegt, teilte ein Sprecher des Landgerichts Magdeburg am Montag mit. Nun geht der Fall, der sich im September 2017 in Wittenberg ereignete, zum Bundesgerichtshof.

Das Urteil war am Donnerstag vergangener Woche gesprochen worden. Zuvor hatte der syrische Angeklagte laut Gerichtssprecher in dem nicht öffentlichen Verfahren ein vollumfängliches Geständnis zur Tat abgelegt. Dem Urteil sei zudem eine Verständigung zwischen Verteidigung, Angeklagtem und Staatsanwaltschaft vorausgegangen. Die Nebenklagevertreter hatten dem widersprochen.

Quelle: DPA