Tod nach Computerspiel-Marathon

Drei Tage lang spielte ein Chinese fast ohne Unterbrechung Computer, dann fiel er ins Koma und wachte nicht mehr auf
© Tino Wehe

27. Februar 2011 - 8:37 Uhr

Chinese spielt fast drei Tage

Tod nach einem Computerspiel-Marathon: In Peking spielte ein Mann drei Tage fast ohne Unterbrechung am Computer. Dann fiel er ins Koma und starb.

Drei Tage lang spielte ein Chinese fast ohne Unterbrechung am Computer, dann fiel er ins Koma und wachte nicht mehr auf. Der 30-Jährige nahm an einem Spiele-Marathon in einem Internetcafé nahe Peking teil, meldete die Tageszeitung 'Beijing Times'. Während der 72 Stunden hatte der Chinese seinen Platz am Computer kaum verlassen, nicht geschlafen und so gut wie nichts gegessen. In einem Monat hatte er umgerechnet mehr als 1.100 Euro für Internetspiele ausgegeben.

Das Internet wird in China mehr genutzt als in jedem anderen Land der Welt: 450 Millionen Menschen nutzen es, nach Angaben von Forschern sind 33 Millionen junge Chinesen süchtig nach Internetspielen. Die chinesische Regierung hatte in der Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den boomenden Markt für Online-Spiele zu regulieren und die Nutzung durch Jugendliche zu reduzieren.