13. Dezember 2017 - 17:52 Uhr

Trauung auf einem Golfplatz in Neuseeland

Es soll der schönste Tag ihres Lebens werden: Die 26-jährige Jamieka Harford aus Neuseeland schreitet ganz in Weiß zum Altar. Die junge Braut gibt ihrer großen Liebe John auf einem Golfplatz das Ja-Wort. Ihr Leben scheint perfekt. Doch plötzlich fühlt sich Jamieka unwohl. Sie bricht zusammen – wenige Stunden später ist sie tot!

Jamieka Harford bricht während der Hochzeit zusammen und stirbt

Mitten auf einem Golfplatz in Auckland in Neuseeland will Jamieka Harford ihrem Alistair John das Ja-Wort geben. Ihr Glück scheint perfekt. Doch während der Hochzeitsfeier fühlt sich die Braut unwohl. Sie kollabiert und stirbt nur wenige Stunden später.

Ihr Bräutigam ist fassungslos: "Eine Horror-Krankheit hat sie ohne Vorwarnung von uns genommen. Das ist so ungeheuer schwer zu begreifen." Die Todesursache soll eine Hirnhautentzündung, eine sogenannte Meningitis sein.

"Jamieka war so froh zu heiraten", sagt ihre Familie. "Es war eine wunderschöne, glückliche und von Liebe beseelte Feier. Wir werden Jamieka immer vermissen."

Nur fünf Tage nach Jamiekas Hochzeit trifft sich ihre Familie wieder – diesmal für eine Trauerfeier.

Meningitis – eine tödliche Krankheit wird unterschätzt

In Deutschland erkranken Schätzungen zufolge pro Jahr etwa 0,5 von 100.000 Personen an einer Meningitis (Hirnhautentzündung). Trotz schneller Diagnose und Behandlung sterben viele Patienten daran. Diese Krankheit sollte man also nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sehr schnell kann sie für den Menschen gefährlich werden – daher ist rasches Handeln gefragt.

Bei einer Meningitis entzünden sich die Gehirn- und/oder Rückenmarkshäute (Meningen), die als Schutzhülle für Gehirn und Rückenmark dienen. Meist wird die Meningitis durch Bakterien oder Viren ausgelöst.

Die häufigsten Erreger dafür sind Meningokokken und Pneumokokken: Beide Bakterienarten kommen relativ oft vor, leben im Nasen-Rachen-Raum und verursachen meist keine Beschwerden. Breiten sie sich jedoch aus, machen sich zunächst grippeähnliche Symptome bemerkbar. Es fängt an mit Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost. Bei einem heftigen Verlauf kommt es dann zum Kreislaufschock, inneren Blutungen, Koma und dem Tod.

Die meist milder verlaufende virale Meningitis entsteht unter anderem durch Erreger wie Herpesviren oder das FMSE-Virus (in Deutschland oft durch Zecken übertragen).

Wie Sie sich vor Meningitis schützen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut empfiehlt, sich gegen Pneumokokken und Meningokokken (Typ C) impfen zu lassen. Auch gegen den Serotyp B ist seit 2013 ein Impfstoff in Deutschland erhältlich. Die Stiko spricht dazu jedoch noch keine generelle Impfempfehlung aus, sondern fordert Hausärzte zu individueller Risikoabschätzung auf (besonders gefährdet sind Menschen mit Immunschwäche, Laborarbeiter und Reisende in bestimmte Länder).