Tod durch Umweltverschmutzung: 17 Kilo Müll in Magen von totem Wal gefunden

13. September 2014 - 19:51 Uhr

Plastik hat im Meer eine Haltbarkeitszeit von 450 Jahren

Am Wochenende wurde an der spanischen Mittelmeerküste der Kadaver eines Pottwals angespült. Im Magen des vom Aussterben bedrohten Tieres machten Meeresbiologen eine schreckliche Entdeckung: 17 Kilogramm Plastikmüll hatten den Magen- und Darmtrakt des Tieres komplett verstopft - sein Todesurteil.

Wal am Strand mit Plastik im Magen
Kadaver des Pottwals: Magen voll mit 17 Kilo Müll

Insgesamt förderten die Forscher aus dem Magen des elf Meter langen Tieres 59 verschiedene Plastikteile, darunter allein 30 Quadratmeter Plastikfolien. Zudem noch Gartenschläuche, Blumentöpfe und Kleiderbügel. Insgesamt gelangen jedes Jahr mehr als 6,4 Millionen Tonnen Abfälle in die Weltmeere, davon sind dreiviertel Plastikmüll. Dieser hat im Meer eine Haltbarkeitszeit von 450 Jahren - mit verheerenden Folgen für die Tierwelt.

Tierschutzaktivisten fordern deshalb schon lange ein Umdenken in der Gesellschaft. Die Grünen wollen mit einer neuen 'Tütensteuer' nachhelfen.