Finanz-Tipps vom Experten

Schon früh an später denken: So werden Ihre Kinder zu echten Spar-Füchsen

10. September 2021 - 13:13 Uhr

Kinder müssen früh zum Sparen erzogen werden

Viele Eltern und Großeltern wollen für das eigene Kind was ansparen. Ein bisschen Geld zurücklegen, damit für die Ausbildung oder die erste eigene Wohnung ein kleines Startguthaben da ist. Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen weiß aber: "Für Kinder ist es wichtig zu erfahren, wie es ist, dass man überhaupt was sparen kann. Damit bekommen sie auch Freiheiten." Worauf Eltern beim Sparen wirklich achten müssen, hat der Wirtschaftsjournalist RTL erklärt.

Finanz-Entscheidungen können „auch schon 10-Jährige treffen“

"Mama, ich hätte gerne diese Schuhe." Natürlich sind es die teuersten Treter im Laden – eine Situation, die bestimmt viele Eltern kennen. Für den Finanzexperten eine gute Lehrstunde. Damit sich die Kleinsten die Turnschuhe wirklich kaufen können, sollten Eltern nur einen Teil des Geldes dazugeben. "Kinder können dann sagen: 'Ich lege die fehlenden 30 Euro selber drauf.' Das ist dann eine wichtige Entscheidung und die können auch schon 10-Jährige treffen", erklärt Tenhagen.

LESE-TIPP: Mit 30 Euro im Monat können Sie für Ihre Kinder ein kleines Vermögen aufbauen.

Finanzexperte rät Eltern zu Kinder-Konten

"Eltern müssen darauf achten, dass sie ihren Kindern möglichst schnell den Umgang mit Geld beibringen. Also möglichst früh Taschengeld und möglichst auch ein eigenes Konto, wo das Kind dann sein Geld einzahlt und sehen kann, wie sowas funktioniert", meint Tenhagen.

Wichtig ist die Wahl der Bank: Nach Ansicht des Experten reicht es bei Kindern vollkommen aus, dass am Automaten 20 Euro gezogen werden können. "Das geringste Risiko gibt es bei einem Kinder-Konto." Allerdings gibt es dort aktuell fast keine Zinsen mehr.

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Spar-Plan-Tipp fürs Studium

Eltern, die ihren Kindern ein Studium ermöglichen möchten, sollten in einem 10-Jahres-Plan denken. "Eine Möglichkeit wäre: 50 Euro auf ein Festgeldkonto zu überweisen und 50 Euro in einen Fonds zu packen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man Verlust macht, ist auch nahe null", erklärt Tenhagen. Dabei gilt: Je mehr eingezahlt wird, desto mehr bleibt am Ende für die Kinder übrig. "Da kann über eine längere Frist schon ein Studium bei rauskommen. Gerade wenn man mit 100 oder 200 Euro unterwegs ist."

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist aber, dass Kinder den Umgang mit Geld frühzeitig lernen. (tgr)

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