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Tierschutzbund warnt vor Mährobotern: Tödliche Gefahr für Igel und Kleintiere

Furchtbare Verletzungen drohen

Tierschutzbund warnt vor Mährobotern: Tödliche Gefahr für Igel und Kleintiere

Mähroboter: Todesfalle für Igel So können Sie Unfälle verhindern
00:48 min
So können Sie Unfälle verhindern
Mähroboter: Todesfalle für Igel

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Tierschutzbund warnt vor Mährobotern

Eigentlich sind Igel vor den Gefahren der Natur bestens geschützt. Wenn Gefahr droht, kugeln sie sich ein und haben ihre Stacheln als Schutzpanzer. Doch gegen die messerscharfen Klingen von Mährobotern können sie nichts ausrichten. Immer häufiger kommt es zu Unfällen, bei denen Igel und andere Kleintiere verletzt oder sogar getötet werden - und die Geräte werden unter Hobbygärtnern immer beliebter. Doch auch der Deutsche Tierschutzbund e.V. warnt auf seiner Internetseite vor diesen Gerätschaften.​

"Die scharfen Messer durchschneiden Fleisch und Stacheln mühelos"

"Leider kommen immer häufiger Motorsensen und Mähroboter im Garten zum Einsatz, vor allem nachts. Doch diese Gartengeräte können Igel schwer verletzen. (...) Weil Mähroboter Tiere nicht als Hindernis erkennen, werden sie einfach überrollt. Die scharfen Messer durchschneiden Fleisch und Stacheln mühelos. Wenn die Tiere überleben, schleppen sie sich oft schwer verletzt ins Gebüsch, wo sie dann elendig sterben", so der Tierschutzbund.

Eine Igel-Pflegestelle in Rotenburg kümmert sich um die verletzten Tiere. Mit welcher Hingabe die Stachel-Knäuel dort wieder aufgepäppelt werden und was Besitzer von Mährobotern tun sollten, um so etwas zu verhindern, sehen Sie im Video.

Für den Menschen bequem, für Igel oft tödlich

Viele Freunde der gepflegten Wiese schmeißen täglich den automatisierten Rasenmäher an, der dann selbstständig durch den Garten fährt. Der Igel ist allerdings kein Fluchttier und rollt sich bei aufkommender Gefahr einfach zusammen – das wird ihm zum Verhängnis. Obwohl die Roboter mit Sensoren ausgestattet sein sollen, versagen diese oft und verletzen die Tierchen so stark.

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Test mit erschreckenden Folgen

In ihrem eigenen Garten hat Merwel Otto-Link von der Igelstation Rotenburg selbst ein hochwertiges Gerät mit eingebautem Sensor getestet. Fünf Kuscheltiere hat sie auf ihren Rasen gelegt und den Mähroboter gestartet - Das Ergebnis ihres Selbsttests, den sie auf Facebook hochgeladen hat, ist erschreckend: Der Mähroboter hat alle fünf Kuscheltiere überfahren und sie mit seinen scharfen Klingen extrem beschädigt.

Was tun, wenn man einen verletzten Igel findet?

In Deutschland ist es generell verboten, besonders geschützte Tiere wie den Igel aus der Natur zu entnehmen. Allerdings ist es erlaubt, einen hilfsbedürftigen Igel wieder gesund zu pflegen. Sollten Sie in Ihrem Garten ein verletztes Tier finden, sollten Sie ihn umgehend in eine Igelstation oder zum Tierarzt bringen. Nach Kontakt mit dem Tier auf jeden Fall Hände waschen, da Igel Krankheiten übertragen können. Hilfsbedürftige Igel gehören immer in die Hände von Fachleuten und sollten nicht selbst aufgepäppelt werden.