Proteste richten sich vor allem gegen die Firma LPT

Tierschützer demonstrieren gegen umstrittenes Tierlabor in Hamburg

© dpa, Daniel Bockwoldt, dbo lop

16. November 2019 - 18:09 Uhr

Gegen das Ende von Tierversuchen

Rund 13.000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Samstag in Hamburg für ein Ende von Tierversuchen und die Schließung von Tierlaboren demonstriert. Die Proteste richten sich vor allem gegen die Firma LPT, in deren Labor in Mienenbüttel im Kreis Harburg Hunde und Affen misshandelt worden sein sollen.

Das Tierversuchslabor Mienenbüttel soll 2020 schließen

16.11.2019, Hamburg: Teilnehmer einer Demonstration gegen Tierversuche ziehen in Hamburg mit Transparenten mit der Aufschrift «Todeslabore schließen! Tierversuche abschaffen» (l) und «Vergiftet für den Profit! Rettet die Versuchstiere» durch die Inne
Rund 13.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Hamburg.
© dpa, Daniel Bockwoldt, dbo lop

Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt.

Der Verein Soko Tierschutz, Mitveranstalter der Demonstration, fordert eine Übergabe der Tiere an den Tierschutz. "Es gibt für jedes Tier einen Platz. Die Zivilbevölkerung wird nicht zulassen, dass diese Tiere verschachert oder getötet werden", sagte Friedrich Mülln von der Soko Tierschutz. Das viel kritisierte Tierversuchslabor Mienenbüttel schließt laut einem internen Schreiben, das dem NDR vorliegt, am 29. Februar 2020. Dem Bericht zufolge wurde mit der zuständigen Behörde vereinbart, die Versuche mit Hunden, Katzen und Affen zu beenden.