Rührende Szenen der Rettung im Video

Tierschützer befreien jungen Orang-Utan: Als Haustier gehalten - mit Nudeln und Kaffee gefüttert

Junger Orang-Utan aus Gefangenschaft befreit Mit Schlinge um den Hals festgebunden
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Mit Schlinge um den Hals festgebunden
Junger Orang-Utan aus Gefangenschaft befreit

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Menschenaffe hatte Wunden an Nacken und Knöcheln

„Kurkur“ ist unheimlich verschmust, kuschelt sich an seine Retter, lässt sich streicheln, schmiegt sich vertrauensvoll an sie. Es sind Bilder, die das Herz berühren, als Tierschützer den Menschenaffen aus seiner Gefangenschaft befreien. Die Szenen – im Video.

Orang-Utan-Kind hätte noch bei seiner Mutter sein müssen

Der junge Orang-Utan war illegal als Familientier gehalten worden, gefesselt in einer Hütte in dem Dorf Senduruhan auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo. Der Primat habe ihm leid getan, soll der Mann gesagt haben, der das Tier fand, zu sich nahm und ihm den Namen „Kurkur“ gab. Doch der Menschenaffe hatte kein artgerechtes Leben bei der Familie im Wald, soll mit Reis, Instant-Nudeln, Kaffee und Früchten gefüttert worden sein. Er war mit einem Seil am Hals festgebunden.

Das medizinische Team der gemeinnützigen Organisation International Animal Rescue (IAR) entdeckte Wunden an Nacken und Knöcheln des Tieres. Sie vermuten, dass das Jungtier von seiner Mutter getrennt worden ist und schätzen sein Alter auf ungefähr fünf Jahre. Eigentlich werden Orang-Utans noch bis etwa zum siebten Lebensjahr gesäugt, bevor sie die Mutter im Alter zwischen sieben und neun Jahren verlassen.

Orang-Utan lässt sich von Rettern huckepack tragen

Umso erstaunlicher, wie zutraulich „Kurkur“ nach der Gefangenschaft auf die Retter der IAR und der Wildlife Rescue Unit (WRU) reagiert, die ihn im Oktober 2020 aus seiner Lage befreiten. Im Video ist zu sehen, dass der Primat eine Untersuchung friedlich über sich ergehen und sogar von einem Helfer huckepack durch den Wald tragen lässt.

Das Genom der Orang-Utans ist laut Analysen von Forschern der Washington University in Saint Louis (US-Bundesstaat Missouri) übrigens fast mit dem von uns Menschen identisch ( 97 Prozent; bei Schimpansen liegt die Übereinstimmung sogar bei 99 Prozent). Die Ähnlichkeit spiegelt sich auch in den fast unheimlich wachen und klugen Augen von „Kurkur“, wenn er in die Kamera blickt. Er wird derzeit im Orang-Utan-Center der IAR in Sungai Awan aufgepäppelt und später hoffentlich wieder ausgewildert werden können.

„Kurkur“ ist kein Einzelfall. 2020 hatte die Natural Resources Conservation Agency von West-Kalimantan (BKSDA Kalbar) zusammen mit der IAR sieben Orang-Utans befreit, die als Haustiere gehalten worden waren.

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