Tierschützer warnen vor achtlosem Umgang

Brasilien: Pinguin stirbt, weil er Mundschutz für Nahrung hält

Mit diesen Bildern wollen die Tierschützer warnen: Achtlos weggeworfene Masken können zur Gefahr werden.
© Facebook/Instituto Argonauta

22. September 2020 - 14:00 Uhr

Bilder der Obduktion zeigen die Maske im Magen des Tieres

Ein achtlos weggeworfener Mundschutz hat einen Pinguin in Brasilien das Leben gekostet. Das Tier wurde tot an den Juquei Beach, einem beliebten Strand im Südosten des Landes, gespült. Experten des brasilianischen Argonauta-Instituts für Küsten- und Meeresschutz untersuchten den toten Pinguin, da er ihnen auffällig dünn vorkam. Bei der Obduktion bestätigte sich der Verdacht, dass der Vogel nicht auf natürlichem Wege verstorben ist. Sie fanden den Mundschutz im Magen des Vogels.

Zuvor Feierlichkeiten am Strand zum Unabhängigkeitstag in Brasilien

Magen eines Pinguins mit Maske
Das Bild zeigt den Mundschutz im Magen des Tieres. Der Pinguin hat ihn offenbar für Nahrung gehalten.
© Facebook/Instituto Argonauta

Das Tier wurde laut den Wissenschaftlern nach dem 7. September tot aufgefunden – kurz nach den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag in Brasilien. Die Experten gehen davon aus, dass an diesem Tag Menschen ihren Mundschutz achtlos liegen gelassen haben und warnen jetzt vor der Gefahr für Tiere. Der Präsident des Argonauta-Instituts Hugo Gallo Neto appelliert an die Bevölkerung, Gesichtsmasken richtig zu entsorgen: "Dieser Fall ist ein eindeutiger Beweis, dass diese Art von Abfall der Meeresfauna schadet und Tiere daran sterben können."