Männern droht jetzt eine Freiheitsstrafe

Tierquäler benutzen Igel als Fußball

© RTL.de

9. November 2019 - 12:05 Uhr

Anwohner alarmiert die Polizei

Drei Männer aus Rostock sollen einen Igel so sehr gequält haben, dass das Tier an seinen Verletzungen starb. Ein Anwohner habe den Vorfall am Donnerstagabend gesehen, so ein Polizeisprecher. Die 18, 23 und 27 Jahre alten Männer sollen das Wildtier in der Kröpeliner Tor-Vorstadt wie einen Ball getreten und gegen einen Autoreifen gedrückt haben. Im Reifen steckten laut Polizei noch einige Stacheln des Tieres.

Tier starb an den Verletzungen

Der Igel sei zunächst gerettet und in eine Tierklinik gebracht worden. Dort sei er jedoch in der Nacht gestorben, twitterte die Polizei Rostock. Die Täter müssten sich wegen vorsätzlicher Tierverletzung verantworten. Wenn jemand "aus Rohheit ein Tier quält oder misshandelt", könne dafür eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe verhängt werden.

Noch steht Tierquälerei in Deutschland kaum unter Strafe, da Tiere laut Strafgesetzbuch als Sache gelten. Das könnte sich aber bald ändern. In den USA wird aktuell ein Gesetzesentwurf diskutiert, der bis zu sieben Jahre Gefängnis für Tierquäler fordert. Fälle aus der jüngeren Vergangenheit haben aber auch hierzulande gezeigt, dass immer empfindlichere Strafen verhängt werden. 

Warum quälen Menschen wehrlose Tiere?

Immer wieder gibt es Meldungen wie diese, dass Menschen wehrlose Tiere quälen und scheinbar kein schlechtes Gewissen haben. Wir haben mit der Psychologin Ruth Marquardt gesprochen und sie gefragt: Was geht in den Köpfen dieser Täter vor?

Im Interview erzählt die Psychologin, wie man als Außenstehender am besten reagiert und einen vermeintlichen Tierquäler konfrontiert.

Quelle: DPA/ RTL.de