Tierheim: Wer zahlt für diese Hunde?

22. Februar 2011 - 10:50 Uhr

Große Notlage in Tierheimen

Die deutschen Tierheime sind in Not. Viele haben große finanzielle Probleme, da die Träger den Unterhalt der Tiere kaum noch bezahlen können. Allein 20.000 Hunde leben in Heimen, rund 40 Prozent sind nicht vermittelbar und bleiben deshalb jahrelang hinter Gittern. "Wenn wir nur mit den Geldern der Stadt Köln leben müssten, dann würde es das Tierheim nicht mehr geben. Man kann sagen, wir bleiben auf der Hälfte der Kosten sitzen, die nicht von der Stadt übernommen werden. Das Tierheim muss die Hälfte selber tragen", so Ruth Gosdeck, Leiterin des Tierheims Köln.

Ein Hund im Tierheim kostet pro Tag rund 20 Euro... Futter, Gehege, Personal und Tierarzt mit eingerechnet. Der Zuschuss von Städten und Kommunen ist unterschiedlich. Das deckt aber nur einen Teil der Gesamtkosten und ist zeitlich begrenzt. Das Tierheim ist also gerade bei Langzeitinsassen auf Spenden angewiesen. Auch Katzen werden immer häufiger abgegeben, rund 41.000 sind es zurzeit Bundesweit. Überlegungen Tiere nach mehreren Jahren im Heim einzuschläfern werden von Experten abgelehnt.

Thomas Schröder vom Deutschen Tierschutzbund widerspricht diesem Vorhaben: "Jedes Tier hat ein Recht auf Leben, und nach dem Tierschutzgesetzt darf ein Tier nur getötet werden, wenn es einen vernünftigen Grund gibt...und ganz sicher ist es kein vernünftiger Grund nur weil kein Platz da ist oder weil ein Bürgermeister da ist, der dafür nicht mehr zahlt...und jeder der ein Tier tötet macht sich strafbar."

Hunde oder Katzen einzuschläfern ist in Deutschland nur dann erlaubt, wenn sie von Gutachtern und Tierärzten als gefährlich oder als unheilbar krank eingestuft werden. In vielen Städten droht aus Kostengründen mittlerweile die Schließung von Heimen, was dann allerdings aus den Tieren werden soll, dafür gibt es bislang noch keine Lösung.