Das ist erlaubt bei Tierbestattungen

So findet Ihr Haustier die letzte Ruhe

10. Mai 2019 - 18:27 Uhr

Guido Maria Kretschmer nimmt einen Teil seiner bestatteten Hunde mit

Guido Maria Kretschmer hat seine Katzen und Hunde in seinem Garten in Berlin bestattet. Jetzt zieht er nach Hamburg und möchte einen Teil von ihnen mitnehmen. Moment mal, wie soll das denn gehen? Im Video erzählt Guido uns, was er vorhat.

Wenn das Tier falsch bestattet wird, drohen bis zu 15.000 Euro Bußgeld

Auch wenn es viele anders sehen: Haustiere sind nicht gleich Haustiere. Es wird zwischen Nutztieren und Heimtieren unterschieden. Heimtiere sind Tiere, die nicht zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt oder gegessen werden. Dazu zählen Hunde, Katzen, Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen, aber auch Wellensittiche, Reptilien und Amphibien. Also fast alle Tierchen, die uns zuhause mit ihrer Gegenwart erfreuen. Wer also einen eigenen Garten besitzt, oder einen Freund hat, der diesen zur Verfügung stellt, darf sein geliebtes Haustier dort bestatten.

Es sollten jedoch einige Vorschriften bei der Bestattung der Tiere beachtet werden, ansonsten können Bußgelder von bis zu 15.000 Euro drohen.

So bestatten Sie ihr Tier richtig im Garten

Vorraussetzungen für eine Bestattung des Haustieres im eigenen Garten sind:

  • Das Grundstück darf sich nicht in unmittelbarer Nähe von öffentlichen Wegen und Plätzen befinden.
  • Das Grundstück darf sich nicht in einem Wasserschutzgebiet befinden.
  • Einzelne Tierkörper von verstorbenen kleinen Heimtieren, eingeschlossen Hund oder Katze, dürfen unter einer 50 Zentimeter starken Erdschicht vergraben werden.
  • Achtung: Das Tier darf nicht im Wald begraben werden.

Tier-Krematorien als Alternative zum Garten

Sie möchten Ihr Tier angemessen bestatten, haben jedoch keinen Garten? Tier-Krematorien schaffen Abhilfe. Hier kann das Haustier für rund 50 bis 350 Euro eingeäschert werden. Die Preise hängen davon ab, wie groß und schwer das Tier ist und ob es eine Einzeleinäscherung oder Gemeinschaftseinäscherung bekommt.

Bei der Gemeinschaftseinäscherung wird die Asche anonym in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Wenn das Tier einzeln eingeäschert wird, darf die Urne anchließend mit nach Hause genommen werden.

Für Tiere, die begraben werden sollen, gibt es spezielle Tierfriedhöfe. Die Kosten für eine Erdbestattung fangen bei 250 Euro an. Die meisten Grabstätten können für zwei bis vier Jahre gepachtet werden. In den meisten Fällen ist aber auch eine Verlängerung möglich. Die letzte Ruhe findet Ihr Haustier, egal für welche der Möglichkeiten Sie sich enscheiden, ganz sicher.

Es ist verboten die Tiere umzubetten

Übrigens: Es ist gesetzlich verboten, die bestatteten Tiere auf offiziellen Friedhöfen umzubetten. Das heißt: Vergraben und dann nach einiger Zeit ausbuddeln und in ein anderes Grab betten geht nicht. Was im eigenen Garten gemacht wird, kann natürlich keiner kontrollieren.