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Tiefe Hirnstimulation gegen die Depression: Kann ein Hirnschrittmacher helfen?

Tiefe Hirnstimulation gegen die Depression: Kann ein Hirnschrittmacher helfen?

Hirnschrittmacher als Therapieform Hilfe bei Depressionen
04:02 min
Hilfe bei Depressionen
Hirnschrittmacher als Therapieform

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Depressiven einen Hirnschrittmacher einpflanzen?

20 Millionen Deutsche bekommen oder haben mindestens ein Mal im Leben eine Depression. 30 Prozent dieser Betroffenen müssen behandelt werden. Ein Drittel dieser Menschen kann aber trotz Antidepressiva, Psychotherapie und anderen Therapiemöglichkeiten nicht geholfen werden. Bisher! Denn es gibt eine neue Behandlungsmethode, die auch schon ein einigen Jahren erforscht wird, die den Betroffenen helfen könnte. Sie nennt sich Tiefe Hirnstimulation (THS) und ist für Thilo Blind die letzte Chance, gegen die Depression anzukommen. Vergleichbar ist das mit einem Herzschrittmacher, nur fürs Gehirn. Der so genannte Hirnschrittmacher wird den Betroffenen unter die Haut gesetzt. Die Impulse werden dann über Kabel ins Gehirn geschickt. Wie genau das abläuft, erfahren Sie im Video.

Symptome einer Depression lindern

Der Hirnschrittmacher kann eine Depression nicht heilen, die Symptome aber lindern. Laut Studien zeigt die Methode schon erste Erfolge. Patienten, die den Hirnschrittmacher eingesetzt bekommen haben, haben schon nach den ersten vier Wochen eine deutliche Veränderung gespürt. In einer ersten Vorstudie merken die Patienten auch vier Jahre nach der OP immernoch eine Verbesserung der Symptome . Bei herkömmlichen Behandlungen verlieren häufig im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit.

Wer wissen möchte, ob der Hirnschrittmacher für ihn infrage käme, kann sich bei der Arbeitsgemeinschaft Tiefe Hirnstimulation informieren. Dort sind auch Kontaktdaten behandelnder Kliniken hinterlegt.