Erste Lieferung nach Ostern

Jetzt startet der Impf-Turbo auch beim Hausarzt

Die Hausärztin Birgitt Lucas verabreicht einem 49-jährigen Patienten die erste Impfung gegen Covid-19.
Thüringer Hausärzte dürfen jetzt maximal 30 Impfdosen pro Woche bestellen.
nar, dpa, Nicolas Armer

Thüringer Hausärzte dürfen Impfstoff bestellen

Hausärzte in Thüringen können nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) jetzt Impfstoff für die Corona-Schutzimpfung in ihren Praxen bestellen. Die Praxen seien darüber in einem Schreiben informiert worden, teilte eine Sprecherin der KV am Freitag mit.

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Eingesetzt wird der Impfstoff von Biontech

Maximal 30 Impfdosen sollen die Ärzte pro Woche in einer Apotheke ihrer Wahl ordern können. Eingesetzt wird das Mittel von Biontech/Pfizer. Die erste Lieferung mit Impfstoff solle voraussichtlich in der Woche nach Ostern - am 6. oder 7. April - in den Praxen eintreffen. Dafür müssen die Bestellungen bis zum kommenden Dienstag (30. März) eingegangen sein, ab 30. März kann laut KV dann wöchentlich bestellt werden. Steht nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, soll der vorhandene so verteilt werden, dass alle Praxen die gleiche Menge erhalten.

Zunächst sollen Menschen im höheren Lebensalter geimpft werden - auch im Hausbesuch. Die KV verwies die Praxen darauf, dass die Impfrangfolge (Priorisierung) einzuhalten sei. Nach der Belieferung haben die Praxen fünf Tage Zeit, das Vakzin zu verbrauchen. Impftermine vergeben die Praxen selbst, eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Impfwilligen müssen sich auch nicht an die oft überlastete Vergabehotline oder das Thüringer Online-Terminportal wenden. Dort gibt es nur Termine für die Impfstellen und -zentren.

Wie Sie an einen Impf-Termin beim Hausarzt kommen, erfahren Sie hier.

Rund 800 Hausärzte in Thüringen haben Interesse

Laut KV haben zunächst rund 800 der rund 1500 Hausärzte in Thüringen Interesse an der Corona-Impfung in ihren Praxen bekundet. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete dies als einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität. Sie sei sich sicher, „dass die Hausärzte den begonnenen Weg, die Risikogruppen zuerst zu impfen, sehr verantwortungsbewusst fortsetzen werden“, erklärte sie am Freitag.

Anders als Pflegeheimbewohner waren etwa zu Hause lebende Pflegebedürftige bislang auf die Impfstellen angewiesen, was vor allem für körperlich beeinträchtigte Menschen oft problematisch oder unmöglich war. In Thüringen hatten bis Freitag 11,3 Prozent der Menschen zumindest die Erstimpfung erhalten, den kompletten Schutz aus Erst- und Zweitimpfung hatten 5,2 Prozent der Menschen.

Quelle: DPA/RTL.de