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Thüringer GEW-Chefin fordert höhere Gehälter

Kathrin Vitzthum
Kathrin Vitzthum. Foto: Michael Reichel/Archiv © deutsche presse agentur

Die am Samstag wiedergewählte Thüringer Landeschefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Kathrin Vitzthum, hat höhere Löhne für Grundschullehrer gefordert. Für gleiche Arbeit müsse gleiche Bezahlung gelten, sagte Vitzthum am Rande der Landesvertreterversammlung der GEW Thüringen in Suhl. Sie plädiert für eine Anhebung der Gehälter auf das Niveau der Gymnasiallehrer.

Vitzthum wurde am Samstag mit 89 Prozent der Stimmen als GEW-Landeschefin wiedergewählt. Die 42-Jährige wolle sich unter anderem für die Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse - etwa durch geringe Löhne oder ungewollte Teilzeitbeschäftigung.

In der Bekämpfung des Lehrermangels sieht Vitzthum eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre, wie sie am Samstag sagte. Die Angleichung der Gehälter von Thüringer Regelschullehrern an das Niveau der Gymnasiallehrer-Gehälter ab 2020 bezeichnete Vitzthum als größten Erfolg ihrer bisherigen vierjährigen Amtszeit.

Erst vor wenigen Tagen hatte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) zusammen mit Finanzministerin Heike Taubert (SPD) angekündigt, verbeamtete und tarifbeschäftigte Regelschullehrer künftig nach der Besoldungsgruppe A13/E13 zu bezahlen. Darauf hatte zuvor unter anderem die GEW immer wieder gedrängt.

"Jetzt geht es darum, dass auch Grundschullehrer A13 bekommen sollen", sagte Vitzthum. Nach Angaben eines GEW-Sprechers würde dies - je nach Erfahrungsstufe des verbeamteten Lehrers - ein Plus von 450 bis 500 Euro monatlich bedeuten. Für den Thüringer Haushalt würde die Angleichung rund 24 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr bedeuten, erklärte der Sprecher.

Bei den Hochschulen will sich Vitzthum dafür einsetzen, dass es weniger befristete und mehr feste Verträge für das Personal gibt. Es gehe nicht darum, zeitlich begrenzte Einstellungen auszuschließen. "Aber befristete Verträge werden oft immer wieder verlängert und ersetzen so feste Verträge", sagte Vitzthum. Das müsse sich ändern.


Quelle: DPA

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