Bewegung an der frischen Luft

Forstamt rät: Bei Angst vor Coronavirus hilft ein Spaziergang im Wald

27. März 2020 - 22:17 Uhr

Ein Spaziergang im Wald ist gut für die Seele

Zuhause bleiben, so viel es geht – das ist gerade für alle Deutschen die wichtigste Aufgabe, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Aber gerade, wenn wir alleine zuhause sitzen –weitestgehend abgeschnitten von unseren sozialen Kontakten – ist es wichtig, dass wir uns um unser körperliches und geistiges Wohlbefinden kümmern. Nun machte die Landesforstanstalt "ThüringenForst" darauf aufmerksam, dass gerade jetzt ein Ausflug in den Wald helfen könne, die Angst vor dem Coronavirus zu bezwingen.

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Zwischen den Bäumen den Gedanken freien Lauf lassen

"Thüringens Forstleute haben für alle, die dieser hitzigen Debatte für ein paar Stunden entgehen wollen, eine einfache Empfehlung: Einen ausgedehnten Waldspaziergang", erklärte das Forstamt in einer Mitteilung. Egal ob alleine, mit den Kindern oder den Haustieren – wer im Wald unterwegs sei, könne seine Sorgen und die ganzen schlechten Nachrichten dieser Tage einfach mal für eine Weile beiseiteschieben und auf andere Gedanken kommen.

"Die Folgen der Winterstürme sind weitgehend aufgearbeitet, die meisten Forstwege wieder gut begehbar", erklärte Volker Gebhardt, "ThüringenForst-Vorstand". Denn während die meisten Geschäfte inzwischen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt und Menschenansammlungen verboten sind, ist es überall noch erlaubt, sich ein bisschen im Freien zu bewegen. Natürlich sollte man auch im Wald abstand zu seinen Mitmenschen einhalten. Spazierengehen ist aber weiterhin erlaubt.

 Blühende Anemonen 26.03.2020, Königstein Hessen: Blühende weiße Anemone auf dem Waldboden am Burghain in Falkenstein., Königstein Deutschland *** Flowering anemones 26 03 2020, Königstein Hessen Flowering white anemone on the forest floor at Burghai
Blühende Anemonen 26.03.2020, Königstein (Hessen): Blühende weiße Anemone auf dem Waldboden am Burghain in Falkenstein.
© imago images/Jan Eifert, Jan Eifert via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auch der Körper profitiert von einem Waldspaziergang

Jeder habe das Recht, sich für ein paar Stunden den Alltagsängsten zu entziehen, meint die Forstbehörde in Thüringen und im Wald ginge das besonders gut. "Nur vom Rauschen der Baumkronen begleitet, lassen sich dominierende Themen gleichsam abschütteln, nehmen die Gedanken freien Lauf und Sorgen und Nöte relativieren sich", teilte ThüringenForst mit. Im Wald bekäme man das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein. Das klingt doch allemal besser, als alleine zuhause zu sitzen und nichts zu tun.

Nicht nur psychisch habe ein Waldspaziergang einen positiven Effekt. Auch körperlich würden wir vom Wald profitieren, meint das Forstamt. Die Luft im Wald sei besonders sauber und sauerstoffreich und könne das Immunsystem und den Kreislauf stärken. Damit steht dann wohl der Plan fürs Wochenende. Statt Cafébesuch, Einkaufsbummel oder Partynacht, unternehmen wir eben einfach einen Spaziergang im Wald – ganz für uns alleine. Ein bisschen Bewegung an der frischen Luft schadet ja bekanntlich nie.

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