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Thüringer Fernwasserversorgung darf Stromgeschäft ausbauen

Solarzellen und Windräder
Solarzellen und Windräder. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv © deutsche presse agentur

Die Thüringer Fernwasserversorgung soll in Zukunft nicht nur Strom aus Wasserkraft gewinnen, sondern auch in das Geschäft mit anderen erneuerbaren Energieträgern einsteigen dürfen. Mit einer vom Parlament noch zu beschließenden Gesetzesnovelle wolle die Landesregierung die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Anstalt des öffentlichen Rechts auch Photovoltaikanlagen oder Windräder betreiben könne, sagte Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Donnerstag in Erfurt im Landtag. Auf diese Weise könne sich das Unternehmen ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein schaffen.

Bislang erzeuge die Fernwasserversorgung pro Jahr zehn Millionen Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft, sagte Siegesmund. Diese Energie werde vor allem dazu genutzt, um die Anlagen der Fernwasserversorgung zu betreiben. Mit der geplanten Gesetzesnovelle wolle das Land auch eine staatliche Aufsicht über das neue Geschäftsfeld etablieren.

Die größte Oppositionsfraktion im Landtag signalisierte Zustimmung zu dem Vorhaben. Allerdings müssten bei den weiteren Beratungen im Landtag unter anderem die Haftungsrisiken bei Investitionen in erneuerbare Energien geklärt werden, sagte der CDU-Abgeordnete Volker Emde.


Quelle: DPA

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