Thüringens Ministerpräsident sauer auf die Bundesregierung

Es fehlt der Impfnachweis!

Sieht das Licht am Ende des Tunnels: Bodo Ramelow
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05. Mai 2021 - 9:33 Uhr

von Andreas Kock

Thüringens Ministerpräsident Ramelow hadert mit der geplanten Lockerung für Geimpfte und Genesene. Wer von Ausgangssperren befreit ist, müsse sich auch gegenüber der Polizei ausweisen können. Der Nachweis fehlt. Mit dem Impftempo seines Landes ist Ramelow zufrieden. Jetzt sollen auch Kinder und Jugendliche beim Impfschutz zum Zuge kommen.

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Ein kleines, aber wichtiges Detail

Der thüringische Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) kritisiert den Entwurf der Bundesregierung für die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen. Es fehle der fälschungssichere Impfnachweis. Gerade mit Blick auf die wegfallenden Ausgangsbeschränkungen und die notwendigen Kontrollen durch die Polizei moniert Ramelow im "Frühstart" von RTL/ntv: "Das ist ein kleines, wenn auch nicht unwichtiges Detail, weil wir beim Nachweis der Impfzertifikate und der Testzertifikate sowie dem Status der Genesenen ein klares Instrument brauchen, damit es auch überprüft werden kann."

Thüringens Ministerpräsident hofft auf eine rasche Lösung. "Ansonsten ist es eine Bundesnotbremse und ein Bundes-Durcheinander und davon haben wir am Ende keine Verbesserung für alle Beteiligten", so Ramelow.

Licht am Ende des Tunnels

Der Ministerpräsident ist sehr zufrieden mit dem Impftempo in seinem Bundesland. Zurzeit werden 20.000 Impfdosen pro Tag in Thüringen verabreicht. Demnächst sollen auch jüngere Bevölkerungsgruppen einen Impfschutz erhalten. "Wir wollen, dass auch die Jugendlichen geimpft werden", so Ramelow. In Vorbereitung dazu werde Thüringen einen Kinder-Gipfel veranstalten. "Sobald das erste Vakzin für Kinder bis zwölf zugelassen ist, wird sofort die Voraussetzung geschaffen, dass wir diese Kinder sofort impfen", so Ramelow.

In Thüngen haben 600.000 der 2,1 Millionen Bürger eine Impfung erhalten. Auf die Frage, ob die dritte Welle der Corona-Pandemie gebrochen sei, antwortete der Linken-Politiker: "Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Und ich bin sicher, es ist nicht der Gegenzug."

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