Thüringen: Wildschwein verwüstet Klassenzimmer

17. Januar 2014 - 15:52 Uhr

Ein Förster betäubt das Tier und setzt es wieder aus

"In unserer Klasse ist ein Wildschwein." Was nach einem Scherz von Schülern klingt, ist im thüringischen Frießnitz Realität geworden. Ein Wildschwein war dort in ein Klassenzimmer gesprungen und verwüstete den Raum samt Mobiliar.

Wildschwein auf Schulausflug in Thüringen
Ein Wildschwein ist in Frießnitz in ein Klassenzimmer gesprungen und verwüstete darauf den Raum samt Mobiliar.

"Ich saß im Sekretariat an meinem Computer und hörte auf einmal einen Schrei", beschreibt Steffi Roßmann, die Schuldirektorin, das Szenario. Ein Wildschwein war durch eine doppelt verglaste Fensterscheibe in einen Klassenraum gesprungen. "Ich hab es natürlich erst nicht geglaubt, dann sah ich, dass die Kollegin die Tür zuhielt und gerufen hat: Hol einen Schlüssel, da ist wirklich ein Wildschwein drin."

Der herbeigerufene Förster betäubte das Schwein daraufhin, sodass das Tier aus der Schule getrieben werden konnte. Bevor das Wildschwein in die Freiheit entlassen werden konnte, wurde es aber noch markiert, denn das Betäubungsmittel bleibt sechs Wochen im Fleisch. Solange darf es nicht geschossen werden.

Der Vorfall in der Schule in Frießnitz war nicht der erste Wildschweinangriff in Deutschland. Immer wieder kommt es zu Wildschweinattacken. Stundenlang wütete ein Eber bei einer Familie in Zülpich im Wohnzimmer und hinterließ großes Chaos. Auch hier konnte das Tier am Ende betäubt und wieder im Wald ausgesetzt werden.