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Thüringen verleiht Todesstreifen Status als Naturmonument

Ein Rest des früheren innerdeutschen Grenzzauns
Ein Rest des früheren Grenzzauns steht auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Foto: Martin Schutt/Archiv © deutsche presse agentur

29 Jahre nach dem Mauerfall hat Thüringen dem ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen den Status eines Nationalen Naturmonuments geben. Ein Gesetzentwurf der Regierung wurde am Freitag mit den Stimmen der rot-rot-grünen Regierungskoalition beschlossen. Die Entscheidung des Parlaments am 9. November sei ein starkes Signal, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

Ziel sei es, den ehemaligen Todesstreifen, der Deutschland bis 1989 durchschnitt, als erlebbaren Erinnerungsort zu erhalten und gleichzeitig den besonderen Naturraum mit seiner Artenvielfalt zu schützen. Siegesmund: "Es geht darum, den ehemaligen Todesstreifen zur Lebenslinie zu entwickeln."

Die CDU kritisierte handwerkliche Fehler und sprach von einer neuen "grünen Grenze"; die AfD von einem ökologischen Prestigeprojekt der Regierungskoalition. Das Gesetz wurde 13 Monate im Landtag beraten und mit einer Vielzahl von Änderungsanträgen verabschiedet.

In Thüringen verläuft mit 763 Kilometern mehr als die Hälfte des insgesamt rund 1400 Kilometer langen ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens mit dem ehemaligen Kolonnenweg. Die neue Schutzgebietskategorie Naturmonument war 2009 ins Bundesnaturschutzgesetz eingefügt worden.


Quelle: DPA

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