Thüringen: Ramelow scheitert im ersten Wahlgang

Schon am Anfang war Zuversicht: Bodo Ramelow
Schon am Anfang war Zuversicht: Bodo Ramelow
© REUTERS, KAI PFAFFENBACH

05. Dezember 2014 - 19:21 Uhr

Nur 45 von 46 Stimmen

Eine Stimme fehlt. Bodo Ramelow (Linke) ist im ersten Wahlgang gescheitert. Er erhielt nur 45 der 46 notwendigen Stimmen, 44 Abgeordnete stimmten mit Nein, einer enthielt sich. Höchstwahrscheinlich ein Abgeordneter aus dem rot-rot-grünen Lager, denn die 44 Nein-Stimmen entsprechen den Abgeordneten aus den Reihen der CDU und der AfD. Nun folgt der zweite Wahlgang, in dem Ramelow erneut die absolute Mehrheit braucht.

Linke, SPD und Grüne wollten mit Bodo Ramelow in Erfurt den ersten Linke-Politiker in das Amt des Ministerpräsidenten bringen. Das rot-rot-grüne Bündnis hat zusammen genau die 46 Stimmen, die für die absolute Mehrheit notwendig sind. Für die bislang mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht regierende CDU tritt zunächst niemand gegen Ramelow an. Erst wenn ein dritter Wahlgang notwendig wird, will die CDU einen parteilosen Kandidaten gegen Ramelow ins Rennen schicken - den früheren Rektor der Universität Jena, Klaus Dicke.