RTL/ntv Frühstart

Oppermann (SPD): "Wir brauchen Geduld bis Ende April"

26. März 2020 - 10:35 Uhr

SPD-Politiker warnt vor trostloser Perspektive

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) hat sich für einen "Plan B" ausgesprochen, um den Stillstand durch die Corona-Pandemie in Deutschland in den kommenden Monaten zu beenden. "Wir müssen jetzt auch nach Möglichkeiten gucken, wie wir in absehbarer Zeit die Aktivitäten wieder hochfahren", sagte er im "RTL/ntv Frühstart". "Wir dürfen uns jetzt nicht in einer völlig trostlosen Das-bleibt-jetzt-monatelang-so-Perspektive einrichten."

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Veränderungen erst Ende April?

Zugleich räumte der SPD-Politiker ein, dass das noch etwas dauern könne. Viele Maßnahmen seien ja bis Mitte April befristet. "Ich glaube schon, dass wir den ganzen April brauchen, um die nötigen Erkenntnisse zu gewinnen, um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen." Weiter schränkte er ein: "Versprechen kann niemand etwas, weil das eine Krise ist, die wir so noch nicht erlebt haben. Es gibt keine abgesicherten Erkenntnisse für die weiteren Verläufe."

Thomas Oppermann: Keine Maßnahmen auf Dauer

Der SPD-Politiker betonte, dass das menschliche Leben und die Gesundheit zu den obersten Werten auch der Verfassung gehörten. Wenn man die wirtschaftliche und gesellschaftliche Aktivität runterfahre, müsse man diese selbstverständlich immer gegen die Gesundheit der Menschen abwägen. "Und ich finde, das hat ganz klar den höheren Stellenwert."

Laut Oppermann lassen sich die gegenwärtigen Isolationsmaßnahmen nicht auf Dauer durchhalten. "Auch die Wirtschaft wird, wenn wir zwei Monate Stillstand haben, an ihre Grenzen kommen. Es werden Unternehmen dann kaputtgehen, die hinterher nicht wiederkommen. Wir werden also einen Teil unserer Wirtschaft dann irreversibel verlieren", warnte er. "So weit darf es nicht kommen."