Thomas Hoßmang bleibt FCM-Trainer

08. Juli 2020 - 14:30 Uhr

Vom Nachwuchschef zum Cheftrainer: Das erfolgreiche Intermezzo als Interimscoach von Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat Thomas Hoßmang die Beförderung beschert. Der 53-Jährige wird - so denn der sportliche Erfolg weiter da ist - bis 30. Juni 2022 den Traditionsclub anleiten. "Thomas Hoßmang hat es gemeinsam mit dem Trainerteam innerhalb kurzer Zeit geschafft, die Leistungen der Mannschaft zu stabilisieren und den Klassenerhalt für den 1. FC Magdeburg zu erreichen. Daher ist es nur ein logischer Schritt, dass wir auch in der kommenden Saison gemeinsam mit Thomas als Cheftrainer weiter zusammen arbeiten wollen", sagte FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik am Mittwoch.

Dagegen scheint die Zeit von Sportchef Maik Franz in Magdeburg offenbar abgelaufen zu sein. "Wir sind in Gesprächen. Für mich hinterlässt er eine große Lücke. Er hatte unheimliche Stärken, die werden wir kompensieren müssen", sagte Kallnik im FCM-Podcast des MDR.

Im Juni hatte Hoßmang nach einer Serie von erfolglosen Spielen und dem damit verbundenen drohenden Abstieg die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz übernommen. Der frühere Bundesliga-Profi von Dynamo Dresden und Energie Cottbus schaffte tatsächlich den erhofften Klassenverbleib.

"Ich freue mich, ein fester Bestandteil dieses Teams sein zu dürfen und sehe dies zugleich als eine große Aufgabe und neue Herausforderung an. Matthias Mincu und meine Person stoßen in ein funktionierendes Team, mit welchem wir alles im Sinne des 1. FC Magdeburg investieren wollen", sagte Hoßmang zu seinem Aufstieg, den er sich reiflich überlegt hat. Zunächst wollte er wieder zurück in die Nachwuchsarbeit des Vereins gehen, Kallnik schaffte es, ihn umzustimmen. Hoßmang stehen der ebenfalls mit einer A-Lizenz ausgestattete Matthias Mincu und Torwarttrainer Silvio Bankert als Co-Trainer zur Seite.

Diese Drei müssen nun ein schlagkräftiges neues Team zusammenstellen. Gleich acht Spieler stehen dem Club nicht mehr zur Verfügung. In die Suche nach neuem Personal ist auch Kallnik involviert, der zunächst als Sportlicher Leiter anstelle von Maik Franz weiter fungieren wird.

Der frühere Bundesliga-Profi Franz war im Zuge der Entlassung von Wollitz von Kallnik degradiert worden. Die Aufgaben übernahm der 45 Jahre alte Geschäftsführer selbst. Dennoch betonte Kallnik die Verdienste des scheidenden Weggefährten. "Der Maik Franz hatte - das unterschätzen viele - einen sehr großen Anteil daran, dass der 1. FC Magdeburg überhaupt jemals in der zweiten Liga spielen durfte", sagte Kallnik.

Quelle: DPA