Thomas-Cook-Pleite sorgt für Chaos an Flughäfen

Hunderte Urlauber auf Mallorca gestrandet: "Wir könnten hier noch Stunden stehen"

09. Dezember 2019 - 17:09 Uhr

600.000 Thomas-Cook-Feriengäste weltweit betroffen

Thomas Cook ist bankrott! Der Reise-Gigant hat in der Nacht zum Montag Insolvenz angemeldet und den Betrieb eingestellt. Jetzt sind rund 600.000 Urlauber ratlos. Unzählige harren weltweit in Terminals aus und wissen nicht, wie es weitergeht. So auch auf dem Flughafen von Palma de Mallorca. RTL-Reporter Ulrich Klose hat vor Ort mit den Reisenden gesprochen. Wie die Stimmung unter ihnen ist, zeigen wir im Video.

Nach Thomas-Cook-Pleite: Urlauber sind verwirrt und sauer

Auf dem Flughafen der beliebten Urlaubsinsel hat RTL-Reporter Klose unzählige Reisende aus Deutschland und Großbritannien getroffen, die nicht wissen, ob sie ihren bereits bezahlten Flug antreten können. Viele sind verwirrt, sauer und enttäuscht, nachdem der Reiseveranstalter den Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt hat. ​

Thomas-Cook-Insolvenz: Viele deutsche Veranstalter betroffen

Nur die Tochtergesellschaft Condor fliegt weiterhin wie geplant. Urlauber, die ihren Flug direkt bei Condor oder bei einem anderen Reiseveranstalter, der nicht von der Pleite betroffen ist, gebucht haben, können ganz normal fliegen. Das Unternehmen hat am frühen Montagmorgen mitgeteilt, dass alle Flüge durchgeführt werden. So kommen viele Reisende immerhin wie geplant zurück nach Hause.

Weniger gute Aussichten bieten sich den Kunden der in Deutschland tätigen Tochterunternehmen

  • Neckermann Reisen
  • Bucher Last Minute
  • Öger Tours
  • Air Marin
  • Thomas Cook Signature.

Die Unternehmen haben den Verkauf von Reisen am Montag eingestellt. Man könne nicht garantieren, dass bereits gebuchte Reisen mit Abreisedatum Montag (23.9.) und Dienstag (24.9.) stattfänden, hieß es nach Angaben Thomas Cook GmbH mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt am Main. Auf der Homepage von Condor steht außerdem: "Condor wurde von Ihrem Reiseveranstalter informiert, dass eine Gewährleistung zur Durchführung Ihrer Reise heute und morgen nicht gegeben ist." Die Fluggesellschaft dürfte diese Fluggäste darum nicht mitnehmen. 

Alle wichtigen Informationen rund um ihre gebuchte Pauschalreise, erhalten Sie hier. 

Britische Regierung plant große Rückholaktion

Unterdessen will die Regierung in London Tausende ihrer Landsleute kostenlos zurück nach Großbritannien holen. Dort ist sogar die Rede von der "größten Rückholaktion in Friedenszeiten". Bereits am Sonntag machten sich leere Flugzeuge auf den Weg, um Touristen noch am Montag nach Hause zu bringen. Insgesamt sind 150.000 Briten betroffen.

Die britische Regierung betonte, im Zuge der "Aktion Matterhorn" würden die Maschinen Touristen ungeachtet ihrer Nationalität ausfliegen, falls sie eine Reise mit Ziel Großbritannien gebucht hätten.

dpa/mo