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Thiel begrüßt Verbot von WhatsApp auf Diensthandys

WhatsApp-Logo
Das Logo der Messenger-App WhatsApp ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen. Foto: Martin Gerten/Archiv © deutsche presse agentur

Unternehmen sollten nach Einschätzung der niedersächsischen Datenschutzbeauftragten Barbara Thiel künftig datenschutzfreundlichere Messenger als WhatsApp nutzen. Sie begrüßte die Entscheidung des Autozulieferers Continental, WhatsApp auf Diensthandys zu verbieten. "Datenschutzrechtlich problematisch ist vor allem die Erhebung der Kontaktdaten aus dem Adressbuch der Nutzer ohne deren Einwilligung", sagte Thiel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Dies habe auch schon vor dem 25. Mai unter dem alten Datenschutzrecht gegolten.

Gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung, die seit dem 25. Mai greift, müssen Verbraucher unter anderem darüber informiert werden, wer Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Ausweisnummer aus welchem Grund sammelt - und dem zustimmen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen.

Thiel begründete ihre Sicht vor allem mit den Plänen des Facebook-Konzerns, nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung "den rechtswidrigen Datenaustausch zwischen den Diensten WhatsApp und Facebook wieder aufzunehmen".

Continental hatte seinen Mitarbeitern wegen Datenschutz-Bedenken den Einsatz von Social-Media-Apps wie WhatsApp und Snapchat auf Dienst-Handys untersagt. Dies gelte im weltweiten Unternehmensnetzwerk und betreffe mehr als 36.000 Mobiltelefone. Continental kritisierte, die Anwendungen wälzten die Verantwortung auf die Nutzer ab.


Quelle: DPA

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