RTL-Reporter konfrontieren Heilpraktikerin

Therapeutin vor Gericht: Für immer behindert wegen Akupunktur?

06. Februar 2019 - 22:18 Uhr

Herzinfarkt, Blutvergiftung, zerstörte Halswirbel

Silvia Wönnemann wollte sich was Gutes tun. Mit einer Akupunktur gegen ihre Nackenschmerzen. Ein paar Nadeln stechen lassen, ganz harmlos - machen ja viele - und dann endlich schmerzfrei sein. Doch das läuft gehörig schief, Silvia wäre fast gestorben, weil ihre Heilpraktikerin pfuscht. Im Video testen RTL-Reporter Daria Bücheler und Wolfram Kuhnigk, ob die Therapeutin weiter behandelt – und ob sie zu ihren Patienten ehrlich ist.

Gericht hat Therapeutin verurteilt

Wegen Kopfschmerzen sucht Silvia Wönnemann im März 2013 die Naturheilpraxis der Angeklagten Jian Xin Chen auf. Doch nach der zweiten Behandlung durch Akupunktur geht es der heute 54-jährigen nicht besser, sondern viel schlechter. Mit entzündeten Nadelstichen und einer lebensgefährlichen Blutvergiftung wird sie im Krankenhaus notoperiert und dann ins künstliche Koma versetzt. Erst nach zwei Wochen zwischen Leben und Tod erwacht Silvia. Heute, fast fünf Jahre später, ist Silvia Wönnemann zwar stabil, doch so leben wie früher wird sie nie wieder können.

Das Gericht hat die Therapeutin wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 70 Euro bestraft – insgesamt 8.400 Euro. Beim Zivilprozess kämpft Silvia Wönnemann nun um ihr Schmerzensgeld für die verpfuschte Akupunktur.

Was genau Akupunktur ist und wofür sie angewendet wird, erfahren Sie hier.