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Thailand: So geht es den geretteten Höhlen-Jungs jetzt

Thailand: So geht es den geretteten Jungs jetzt
Thailand: So geht es den geretteten Jungs jetzt "Den Kindern ist noch nicht bewusst, was passiert ist" 01:14

Bilder voller Hoffnung und Zuversicht aus Chiang Rai

Sie haben schon wieder Kraft zum Winken! Und das nach dieser unmenschlichen Strapaze. Die aus einer Höhle im Norden Thailands geretteten jungen Fußballspieler und ihr Trainer haben die lange Zeit unter der Erde nach Aussagen ihrer Ärzte gut überstanden. Sie müssen allerdings zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus von Chiang Rai bleiben. Am Mittwoch veröffentlichte die Regierung erste Bilder aus der Klinik, die Sie in unserem Video sehen. 

Die Rettung entwickelte sich zum Kampf gegen Wetter und Zeit

News-Bilder des Tages (180710) -- CHIANG RAI, July 10, 2018 -- Photo released by Royal Thai Navy on July 10, 2018 shows the last four Thai Navy SEAL divers coming out safely after completing the rescue mission inside the Tham Luang cave, in Chiang Ra
Auch diese Rettungskräfte haben die spektakuläre Mission in Thailand gut überstanden. © imago/Xinhua, Rachen Sageamsak, imago stock&people

Die letzten der Jungen waren am Dienstagabend wohlbehalten aus der Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non rund 1.000 Kilometer nördlich von Bangkok befreit worden. Das Jugend-Fußballteam war dort am 23. Juni von Wassermassen überrascht worden. Erst nach neun Tagen wurden die Jungen und ihr Trainer von Höhlentauchern entdeckt. Die Rettung entwickelte sich zu einem Kampf gegen Wetter und Zeit.

Bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der Rettungsarbeiten sagte Missionsleiter Narongsak Osoattanakorn, es sei extrem wichtig gewesen, die Jungen schnell aus der Höhle zu holen, da mehr Regen erwartet worden sei - in Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Außerdem sei der Sauerstoffmangel eine große Gefahr gewesen. Der Sauerstoffgehalt in der Atemluft war von 21 Prozent auf 15 Prozent abgesunken. "Was wir zuvor nicht gesagt haben: Wenn das auf 12 Prozent abgesunken wäre, hätte die Gruppe einen Schock erleiden und ins Koma fallen können."

"Alle sind bei guter körperlicher Gesundheit"

Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong lobte den "sehr guten mentalen Zustand" der Jungs und ihres Trainers. "Das ist wahrscheinlich deshalb so, weil sie die ganze Zeit gemeinsam als ein Team verbrachten, wo einer dem anderen hilft." Die Kinder seien guter körperlicher Gesundheit, ohne irgendein Fieber oder schwere Infektionen. "Nur drei von ihnen haben leichte Lungenentzündungen", so der Amtsarzt.

Die ganze Gruppe - zwölf Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer - würden bis zu eine Woche im Krankenhaus bleiben. Deshalb können die Nachwuchsfußballer auch nicht zum WM-Finale am Sonntag in Moskau reisen, zu dem sie Fifa-Präsident Gianni Infantino eingeladen hatte. Die Ärzte versicherten aber, dass sie das Spiel im Fernsehen sehen könnten.

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