6. Juli 2018 - 9:19 Uhr

Erlösende Nachricht für Angehörige der jugendlichen Fußballer

Nach ihrer Entdeckung müssen die in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballer und ihr Trainer unbestimmte Zeit auf ihre Rettung warten. Es werde am Dienstag noch nicht möglich sein, die zwölf Jungen und ihren Coach zu bergen, sagte der Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Narongsak Osotthanakorn. Zugleich wies er Medienberichte zurück, wonach die Rettung mehrere Monate dauern könnte. Die zwölf Jugendlichen und ihr Trainer sind nach einer neuntägigen Suche von einer Spezialeinheit gefunden worden.

Wasser soll aus der Höhle gepumpt werden

"Wir müssen zu hundert Prozent sicher sein, dass sie gefahrlos herauskommen können", sagte der Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Narongsak Osotthanakorn. Es gehe den Teenagern relativ gut. "Keiner der Jungs schwebt in Lebensgefahr." Ein Arzt sei zu den Jungen geschickt worden, um sie zu untersuchen und Medikamente und Energydrinks zu bringen.

Wie der Gouverneur sagte, ist das Finden der Kinder jeodch nur der einfache Teil der Rettung gewesen, der schwierige Teil sei nun, sie aus der Höhle zu bringen. Da der Wasserspiegel in der Höhle immer noch sehr hoch ist, sollen die Kinder in der Höhle jetzt lernen, wie man taucht, um nach draußen zu gelangen.

Ein Video der Einsatzkräfte zeigte am Abend die Jugendlichen im Inneren der Höhle im Schein von Taschenlampen - erschöpft aber überglücklich. Im Zuge der Rettungsaktion waren Taucher waren mehr als drei Kilometer weit in die Höhle eingedrungen.

Regenzeit in Thailand wurde Gruppe zum Verhängnis

Die zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren waren am 23. Juni zusammen mit Ihrem Trainer aufgebrochen, um die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non in der Provinz Chiang Rai zu erkunden. Vermutlich wurden sie dabei von einer Sturzflut überrascht und retteten sich vor dem ansteigenden Wasser immer tiefer in die Höhle. Details zum Hergang waren aber auch am Montag noch unklar.

Da in Thailand zurzeit Regenzeit ist, hatten sich die Rettungsarbeiten besonders schwierig gestaltet. Tagelang hatte eine Überflutung in den Gängen die Rettungskräfte von einem Vordringen abgehalten. Nach Regenfällen am Montag war der Wasserspiegel zuletzt erneut gestiegen.

Knapp 1.000 Helfer in thailändischer Höhle im Einsatz

Die Höhle im Norden Thailands ist knapp zehn Kilometer lang. Obwohl fast 1.000 Helfer vor Ort im Einsatz waren, ging sie Suchaktion zuletzt nur schleppend voran. Die Jugendlichen und ihr Trainer könnten bis zu 30 Tage ohne Verpflegung überleben, wenn sie mit ihrer Energie gut haushielten, hatte Osotthanakorn noch kurz vor der Erfolgsmeldung gesagt. Der hohe Wasserstand sei problematisch. In Teilen der Höhle stehe das Wasser auf Augenhöhe eines Erwachsenen. "Das Wasser ist der Feind", so der Gouverneur.