2019 M01 4 - 12:19 Uhr

Touristen sitzen fest

Ausläufer des Tropensturms "Pabuk" haben den Süden Thailands mit heftigen Regenfällen, starken Winden und bis zu fünf Meter hohen Wellen auf See erreicht. Mehrere Flughäfen sind dicht. Zahlreiche Flüge wurden abgesagt. Touristen sitzen fest.

Das Schlimmste steht noch bevor

Aus Angst vor dem Tropensturm haben Zehntausende im Süden Thailands ihre Wohnungen verlassen. Laut der Meteorologiebehörde sollte "Pabuk" am Freitagabend (Ortszeit) auf Land treffen. Alle Flüge von und nach Ko Samui wurden vorsorglich abgesagt. Auch der Flughafen in der Provinz Nakorn Si Thammarart ist seit Donnerstagabend dicht. Der Flugverkehr am Flughafen Surat Thani in der gleichnamigen Provinz soll ebenfalls eingestellt werden.

Die ersten Ausläufer richteten zunächst keine größeren Schäden an. Katastrophenschützer fürchten allerdings schwere Schäden und Tote, wenn der Tropensturm den Süden Thailands passiert. Beliebte Urlaubsregionen wie Phuket, Ko Samui und Krabi liegen dabei auf seinem Weg. "Es gibt keine Panik bei den Touristen. Aber falls irgendetwas passiert, sind wir gut vorbereitet", so der Chef des Katastrophenschutzes Prapan Kanprasang in Phuket. Laut Katastrophenschutz wird die Situation dort noch nicht als Krise eingestuft.

Derzeit dürfen keine Schiffe fahren, das Schwimmen im Meer ist vorerst verboten.

Heftige Regenfälle und meterhohe Wellen erwartet

Das Unwetter war am Donnerstag vom Südchinesischen Meer heraufgezogen und die Provinz Nakorn Si Thammarat erreicht, wo der Sturm am Freitag auf Land treffen sollte. "Pabuk" bewegt sich mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h Richtung Westen. So ist der Wind nicht die Gefahr, vielmehr machen heftige Regenfälle von etwa 200 bis 400 Liter innerhalb von drei Tagen und meterhohe Wellen die Situation vor Ort brenzlig.

Die Behörde hatte zuvor gewarnt, "Pabuk" könnte ähnlich zerstörerisch werden wie Tropensturm "Harriet", der 1962 fast tausend Menschen im Land tötete. Außergewöhnlich an "Pabuk", er ist der erste Tropensturm in dieser Region, normalerweise treten Stürme erst in der Monsunzeit auf.