Sie holte Hilfe von anderem Kontinent aus

Zocker hat Anfall - Mitspielerin alarmiert Rettungskräfte

Sie unterhielten sich über ein Headset: Eine  junge Frau aus Texas rettete einem 17-Jährigen das Leben.
Sie unterhielten sich über ein Headset: Eine junge Frau aus Texas rettete einem 17-Jährigen das Leben.
© deutsche presse agentur

12. Januar 2020 - 17:29 Uhr

Hilfe aus 8000 Kilometern Entfernung

Sie rettete einem jungen Mann das Leben - aus 8000 Kilometern Entfernung. Eine 20-Jährige aus Texas zockte ein Onlinespiel mit einem 17-Jährigen aus England. Plötzlich habe der Junge einen Anfall bekommen, das berichtet die Zeitung "Liverpool Echo". Die Frau alarmierte die Rettungskräfte vor Ort, die ihn behandelten.

Eltern merkten nichts von dem Anfall

Sie kommunizierten via Headset, plötzlich soll sich der 17-Jährige nicht mehr gemeldet haben, so heißt es. Da erlitt er offenbar einen Anfall. Die 20-jährige Mitspielerin ahnte angeblich, dass etwas nicht stimmte und recherchierte im Internet die Nummer des Notrufs von Widnes, eine Stadt zwischen Liverpool und Manchester, dort wo sich der Junge befand. Sie alarmierte die Rettungskräfte.

Die klingelten dann an der Haustür der Familie des 17-Jährigen und trafen völlig verdutzte Eltern an, so berichtete die Zeitung. Sie hätten nicht bemerkt, dass ihr Sohn ihm Obergeschoss des Hauses einen Anfall erlitten habe. Die Rettungskräfte hätten sich dann um den Jungen gekümmert.

Retterin blieb in der Leitung, bis Sanitäter da waren

Schon im Mai 2019 soll der Junge einen Anfall erlitten haben. Er sei eine Woche lang im Krankenhaus untersucht worden, heißt es. Woher die Anfälle kämen, hätte allerdings nicht geklärt werden können. Der 17-Jährige leidet an ADHS und dem Asperger-Syndrom.

Die Eltern des Jungen seien der Retterin aus Texas sehr dankbar, heißt es. Als die Sanitäter eintrafen, sei sie noch in der Headset-Leitung gewesen.