Kein Test, kein Unterricht

Testpflicht an Schulen in Niedersachsen und Bremen startet

Themenbild - Teststrategie, Testpflicht in der Schule, Schnelltest, Corona Selbsttest,
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12. April 2021 - 14:02 Uhr

Osterferien enden, Testungen starten

Am ersten Tag nach den Osterferien gibt es eine Neuerung an Niedersachsens und Bremens Schulen. Seit Montag (12. April) müssen sich alle Schüler und Beschäftigte aus allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen zweimal pro Woche auf Covid-19 testen. Bei einem positiven Test-Ergebnis muss die Schule informiert und ein noch zuverlässigerer PCR-Test gemacht werden.

Präsenzpflicht aufgehoben

Ein Schulkind macht zu Hause am Tablet mit einem Online-Lernprogramm Homeschooling. Vor dem Kind liegt ein aufgeschlagenes Schulbuch und ein Bleistif
Symbolbild: Ein Schulkind macht zu Hause am Tablet mit einem Online-Lernprogramm Homeschooling.
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"Eltern und Erziehungsberechtigte können ihre Kinder ohne Angabe von Gründen vom Schulunterricht in Präsenz abmelden", schreibt das niedersächsische Kultusministerium auf ihrer Internetseite. Ohne einen negativen Test dürfen Schüler nicht am Unterricht in der Schule teilnehmen – für sie gilt dann der Distanzunterricht von zu Hause. Dort sollen die Kinder sich auch mit sogenannten Laienselbsttests vor dem Unterricht selbst testen. Eltern und Erziehungsberechtigte müssen dann das negative Testergebnis schriftlich bestätigen: "Das wird dann an den Türen kontrolliert und da steht immer eine Frühaufsicht, die kontrolliert die Unterschrift der Eltern. Falls die Kinder das vergessen haben sollten, haben wir auch einen Raum, wo der Test in Ausnahmefällen nachgeholt werden kann", sagt Lehrerin Nicole Buron von der IGS List in Hannover im RTL-Interview. Im Bundesland Bremen werden die Jungen und Mädchen nicht zu Hause, sondern in der Schule getestet.

Tests von zu Hause auf Vertrauensbasis

Negativer Corona-Test
Bescheinigung über einen negativen Corona-Test.
© RTL Nord

"Wir haben das ja schon einmal hier gemacht in der Schule mit unserer Lehrerin, deswegen ging das eigentlich ganz schnell. Da hat man sich halt in der Zeit fertig gemacht und dann hat man das Ergebnis und geht zur Schule", berichtet der 15-jährige Fabian Schiffke über seinen morgigen Selbsttest. Dass die Kinder und Jugendlichen die Tests zu Hause machen, sieht Lehrerin Nicole Buron der IGS List in Hannover eher als Vorteil. Zwar müsse man darauf vertrauen, dass die Tests korrekt durchgeführt würden, dennoch falle die Ansteckungsgefahr während einer Testung innerhalb der Schule weg: "Als wir die Schnelltests vor den Osterferien hier durchgeführt haben, haben sie ihre Masken abgesetzt und geniest, weil die Nasen sehr empfindlich sind und sehr sensibel reagieren und dass führt dann schon dazu, dass die ganzen Aerosole durch die Gegend fliegen."

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Maßnahmen gelten bis Ende des Schuljahres

Auch die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten an den Schulen weiter. So soll der Unterricht immer noch in Klein-Gruppen und somit aufgeteilt in Präsenz- und Distanzunterricht stattfinden. Außerdem herrscht eine Maskenpflicht außerhalb und zum Teil innerhalb des Unterrichts. Parallel dazu werden die Impfungen der Lehrkräfte vorangetrieben. Durch die Aussetzung des Impfstoffes AstraZeneca waren zahlreiche Impftermine für Lehrkräfte und Erzieher vorerst ausgefallen.