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Test: Gas-Tarife im großen Preis-Check

Test: Gas-Tarife im großen Preis-Check

Gaspreise in 20 Städten verglichen

Im September beginnt in den meisten deutschen Haushalten die Heizsaison. Grund genug für die Experten von Finanztest, einen großen Gaspreis-Check durchzuführen. In 20 Städten wurden die Gaspreise unter die Lupe genommen. Und der Vergleich hat sich gelohnt: im Schnitt können bei einem Wechsel des Gasanbieters mehrere hundert Euro gespart werden.

Der große Gaspreis-Vergleich
Über 2000 Euro im Jahr muss eine Familie in Leipzig für Gas bezahlen. Das geht auch günstiger.
dpa/dpaweb, A3512 Roland Weihrauch

Untersucht wurden die Tarife für drei Musterhaushalte mit einem Jahresverbrauch von 7.500, 11.000 und 20.000 Kilowattstunden. Außerdem haben die Tester nur verbraucherfreundliche Gastarife in ihre Auswahl aufgenommen. Nicht berücksichtig wurden Tarife mit Kaution oder Vorkasse von mehr als einem Monat und Pakettarife, bei denen man eine feste Gasmenge bezahlt, auch wenn man weniger verbraucht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: So kann eine Familie in Leipzig mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden insgesamt 755 Euro beim Wechsel des Gasanbieters sparen. Der teuerste Tarif ist in der Regel die Grundversorgung der örtlichen Stadtwerke. In Leipzig werden für die Grundversorgung 2061 Euro im Jahr fällig. Der günstigste Anbieter ist Montana Erdgas mit dem Tarif Montana garant. Der Jahrespreis beträgt hier 1305 Euro – das macht eine satte Ersparnis von 755 Euro.

Wechsel des Gasanbieters spart viel Geld

In Frankfurt am Main beträgt die Ersparnis bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden immerhin noch 481 Euro und in Köln 433 Euro. Aber auch in kleineren Haushalten mit einem Jahresverbrauch von 7.500 Kilowattstunden im Jahr können Gaskunden bei einem Wechsel viel Geld sparen. In Leipzig sind es immerhin 299 Euro. Alle Ergebnisse können übrigens unter test.de/gastarife kostenlos abgerufen werden.

Unterm Strich gibt es in deutschen Haushalten noch viel Sparpotential. Zwar sind die meisten Verbraucher immerhin vom Grundversorgungstarif in einen günstigeren Sondertarif der örtlichen Stadtwerke gewechselt. Allerdings haben laut der Bundesnetzagentur erst 8,5 Prozent der Gaskunden ihren Gasanbieter gewechselt. Anbieterpleiten wie die von Flexgas oder Teldafax verunsichern die Verbraucher.

Die Energieexperten der Finanztest haben in ihrem Ergebnis nur faire Tarife aufgeführt. Dabei zahlen Kunden einen monatlichen Abschlag und die Preisgarantie beträgt mindestens zwölf Monate. Außerdem sollte der Neukundenbonus den Tarif nicht nur im ersten Jahr günstig erscheinen lassen. Die Kündigungsfrist sollte zum Ende der ersten Laufzeit nicht mehr als sechs Wochen betragen. Nach der Mindestlaufzeit sollte der Gaskunde mit einer Frist von vier Wochen aus dem Vertrag herauskommen.

Vergleichsrechner wie Verivox.de weisen übrigens auch einen Jahrespreis aus, von dem der Bonus bereits abgezogen wurde. Flexible Verbraucher, die einen jährlichen Gasanbieter-Wechsel nicht scheuen, können den Neukunden-Bonus aber mitnehmen – und noch etwas mehr sparen.