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Terzic-Debüt geglückt: BVB siegt bei Werder Bremen

Unentschieden in allen anderen Spielen

Terzic-Debüt geglückt: BVB siegt bei Werder Bremen

Nur Dortmund siegt am Dienstagabend

Das Debüt von Edin Terzic (38) als Cheftrainer von Borussia Dortmund ist geglückt. Mit 1:2 konnte der BVB in Bremen gewinnen. Im Duell der Überraschungsteams der Liga trennen sich der VfB Stuttgart und Union Berlin unentschieden, torlos bleibt die Partie Hertha BSC Berlin gegen Mainz 05.

Werder Bremen - Borussia Dortmund 1:2 (1:1)

Tore: 0:1 Guerreiro (12.), 1:1 Möhwald (28.), 1:2 Reus (79.)

Für Werder ist es das neunte Spiel in Folge ohne Sieg. Lange konnten sie das 1:1 gegen Borussia Dortmund halten, unter dem Strich geht der Sieg für die Dortmunder aber in Ordnung. Insbesondere in eigenen Standardsituationen sahen die Bremer nicht gut aus. BVB-Coach Edin Terzic dürfte zufrieden sein mit seinem Debüt als Cheftrainer. Vorerst klettern die Dortmunder auf Platz 4.

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Fast erstes Bundesliga-Tor für Moukoko

Das Dortmunder Siegtor erzielte Marco Reus. Nach dem Spiel sagte er:

"Es ist immer wichtig, nach solch einer brutalen Niederlage mit einem Sieg wiederzukommen". Nach einem Trainerwechsel wisse die Mannschaft auch, dass sie selbst versagt habe. „Wir standen in der Pflicht. Hoffentlich haben wir uns in die richtige Spur gebracht.“

Daran wird Edin Terzic mit der Mannschaft arbeiten. Bei seinem Einstand als Chefcoach hatte er Supertalent Youssoufa Moukoko in die BVB-Startelf berufen. Der 16-Jährige hätte auch nach fünf Minuten fast sein erstes Bundesliga-Tor erzielt, er rutschte aber an einer Flanke von Giovanni Reyna vorbei.

Diese Aktion war der Startschuss für eine klare Dominanz der Gäste in der ersten Halbzeit. Dortmund war in allen Belangen klar überlegen, scheiterte aber mehrfach an Werder-Torhüter Jiri Pavlenka. Und als der Tscheche ein zweites Mal geschlagen schien, half bei einer Rückgabe von Christian Groß (32.) der Torpfosten.

Die Norddeutschen hingegen fanden in der Offensive kaum statt, die drei verletzten Stürmer Milot Rashica, Davie Selke und Niclas Füllkrug wurden schmerzlich vermisst. Möhwalds Ausgleich fiel praktisch aus dem Nichts. Vergeblich forderte Werder-Trainer Florian Kohfeldt seine Schützlinge zu mehr Vorwärtsbewegungen auf.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild ein wenig. Nach wie vor dominierten die Schwarz-Gelben, doch Bremen konnte sich gelegentlich ein wenig Luft verschaffen. Aber erneut hätte Moukoko fast getroffen, diesmal strich sein Schuss in der 50. Minute knapp über die Querlatte.

Aber da die Gastgeber kaum zu klaren Torchancen kamen, reagierte Kohfeldt und schickte in der 65. Minute mit Leonardo Bittencourt und Nick Woltemade zwei frische Offensivkräfte auf das Feld.

Wirkung zeigte dies jedoch nicht, im Gegenteil: Die Westdeutschen übernahmen in der Schlussphase wieder das Kommando und drängten die Platzherren tief in die eigene Hälfte.

Dann ließ Pavlenka eine Flanke fallen und foulte in der Folge Manuel Akanji. Reus' Elfmeter parierte er anschließend zwar klasse, aber dann war der BVB-Kapitän am schnellsten beim Abpraller zur Stelle. Mats Hummels musste unterdess in der 85.Minute ausgewechselt werden. Er fasste sich zuvor an den Oberschenkel. Möglicherweise eine Folge des engen Spielplans. In einem exklusiven Interview sprach das Spielerbündnis um Mats Hummels über die hohen Belastungen durch die Corona-Spielplanung.

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VfB Stuttgart - Union Berlin 2:2 (0:1)

Tore: 0:1 Friedrich (4.), 0:2 Awoniyi (77.), 1:2 Kalajdzic (85.), 2:2 Kalajdzic (90)

Kalajdzic glänzt im Duell der beiden Überraschungsteams der Liga mit Joker-Qualitäten. Beim 0:2 Rückstand gegen Union Berlin wird er eingewechselt, 10 Minuten vor Schluss. Mit zwei Toren sichert er seinen Stuttgartern dann noch einen Punkt. Und das in einem Spiel, das lange gut für die Eisernen lief. Keine fünf Minuten waren gespielt als Union in Führung ging, am Ende geben sie eine Zweitore-Führung aus der Hand.

Der VfB vermied damit seine erst dritte Niederlage in dieser Saison, Union bleibt vorerst auf einem Europapokalplatz.

Hertha BSC - Mainz 05 0:0

Tore: keine

Keinen Sieger gibt es auch bei der Partie zwischen der Hertha und Mainz. Und hätte dieses Spiel Zuschauer gehabt, wären die wohl im Stadion gemütlich eingeschlafen.

In einer schwachen und ereignisarmen Begegnung zeigte Mainz im Verlauf der ersten Halbzeit etwas mehr Offensivdrang. Die oft hohen Hereingaben waren für Herthas Hintermannschaft jedoch leicht zu verteidigen. Bei der einzigen großen Möglichkeit vor der Pause waren die Blau-Weißen aber auf ihr Glück angewiesen. Leandro Barreiro lenkt den Ball nach einer Hereingabe an die Latte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spielniveau schwach. Hertha fand keine Lösungen gegen die Mainzer, die kaum Vorstöße ins letzte Drittel zuließen. Bei den Berlinern häuften sich zudem Ungenauigkeiten und individuelle Fehler.

Mainz hatte Mühe, daraus Kapital zu schlagen. Chancen wie durch Stöger, dessen Schuss gerade noch geblockt wurde (53.), hatten Seltenheitswert.

Nach dem torlosen Spiel könnten die 05er am Mittwoch zum Schlusslicht der Bundesliga werden, falls Schalke 04 tatsächlich mal einen Dreier einfährt. Die Hertha steht nach der Nullnummer nach 12.Spieltagen im Niemandsland der Tabelle: Platz 10!

Quelle: rtl.de/sid