Terrormiliz IS ermordet über 100 Zivilisten in syrischer Wüstenstadt

23. Oktober 2017 - 20:36 Uhr

Massaker in syrischer Wüstenstadt

Nur 20 Tage hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Wüstenstadt Al-Kariatainin in Syrien geherrscht. In dieser Zeit ermordete sie über 100 Menschen, die meisten kurz bevor die Stadt von syrischen Regierungstruppen zurückerobert wurde.

20 Tage Terrorherrschaft

Die Dschihadisten hatten die Stadt am 1. Oktober in ihre Gewalt gebracht. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ermordeten die IS-Terroristen dort seitdem mindestens 116 Zivilisten. Die meisten Menschen wurden hingerichtet, weil sie mit den syrischen Regierungstruppen kooperiert haben sollen. Am 20. Oktober zog sich der IS zurück und syrische Regierungstruppen nahmen die Stadt wieder ein. Auch dabei starben zwölf Zivilisten.

Schätzungsweise 6.500 IS-Kämpfer sind noch aktiv

Der sogenannte Islamische Staat hat in den vergangenen Monaten bereits die wichtigsten Teile seines Herrschaftsgebietes in Syrien und im Irak verloren. Nachdem die Extremisten an fast allen Fronten zurückgedrängt worden sind, bleibt ihnen als Rückzugsort neben größeren Wüstenregionen nur noch das Siedlungsgebiet am Euphrat im Grenzgebiet von Syrien und dem Irak. Das US-Militär schätzt, dass sich in beiden Ländern noch rund 6.500 IS-Kämpfer befinden.

Auch aus der IS-Hochburg Rakka wurden die Terrorkämpfer vertrieben. Damit ist die Stadt zwar befreit, doch die IS-Kämpfer haben eine völlig zerstörte Geisterstadt hinterlassen. Bis wieder Leben in die Stadt zurückkehrt, wird es noch Monate dauern. Das kaum vorstellbare Ausmaß der Zerstörung zeigen erste Aufnahmen aus Rakka, die Sie im Video sehen können.