Anschlag vom Breitscheidplatz erschütterte Deutschland

Terroranschlag vom Berliner Weihnachtsmarkt: Wie nah stand Attentäter Anis Amri kriminellen Clans?

Ein Jahr nach dem Terroranschlag in Berlin
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27. Februar 2019 - 13:51 Uhr

Er fuhr mit einem Lastwagen mitten in eine Menschenmenge

Kurz vor Weihnachten 2016 passiert es: Der Tunesier Anis Amri lenkt einen Lastwagen auf den Berliner Breitscheidplatz an der berühmten Gedächtniskirche mitten in die Menschenmenge auf den Weihnachtsmarkt. Zwölf Menschen sterben, 55 werden verletzt - der brutale Terroranschlag erschüttert Deutschland. Jetzt wird bekannt, dass der Attentäter Verbindungen zu kriminellen Clans in Berlin gehabt haben soll.

Messerstecherei in Drogen-Bar

Terroranschlag Breitscheidplatz
Am 19. Dezember 2016 war der Terrorist Anis Amri mit einem gestohlenen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast, dabei starben elf Menschen. Zuvor hatte Amri den Lastwagenfahrer umgebracht.
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Der "Tagesspiegel" berichtet von einem Vorfall ein paar Monate vor dem Anschlag, im Juli 2016. Amri stürmte damals mit zwei Männern eine Shisha-Bar im Berliner Bezirk Neukölln. Nicht irgendein Lokal, sondern ein polizeibekannter Treffpunkt von Drogendealern. Auch Amri handelte mit Rauschgift, die Polizei verdächtigte ihn, hörte sogar sein Handy ab. Als er und seine Kumpanen im Laden auftauchten, kam es zu einer Schlägerei, Messer wurden gezogen, ein Mann wurde verletzt.

Mann versteckte sich auf der Toilette

Laut "Tagesspiegel" gab es noch einen weiteren Mann, von dem bislang keine Rede war. Der soll sich auf der Toilette versteckt haben, als es die Fäuste flogen. Es handelt sich um Ali A.-C., ein "polizeibekanntes Clan-Mitglied". Warum er sich dort versteckte? Unklar. Es kann Zufall gewesen sein, vielleicht wollte er einfach der Gewalt zu entgehen. Oder er wusste vorher, dass Amri und seine Komplizen kommen würden.

Kritik an Berliner Polizei

Marcel Luthe spricht im Abgeordnetenhaus
Der FDP-Abgeordnete Marcel Luthe kritisiert die Berliner Polizei.
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Die neuen Informationen hat nun der Berliner Senat für Inneres herausgegeben. Die SPD hatte sie im Abgeordnetenhaus, dem Berliner Landtag, angefordert. Die FDP kritisierte nun, dass die Polizei nicht weiter ermittelt hat. Sie hätte klären müssen, woher Amri seine Drogen bezog und für wen er gearbeitet hatte, zitiert der "Tagesspiegel" den Abgeordneten Marcel Luthe.