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Pressekonferenz am Dienstagmorgen

Terroranschlag in Wien - Innenminister Karl Nehammer: Der Attentäter IS-Sympathisant

03. November 2020 - 8:26 Uhr

"Wir lassen uns durch solche Anschläge keine Rechte nehmen"

Die Terrorattacke von Wien geht nach den Worten von Österreichs Innenminister Karl Nehammer auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz "Islamischer Staat" gewesen, sagte Nehammer am Dienstagmorgen in Wien, wie wir im Video zeigen. Die Wohnung des Verdächtigen sei auf der Suche nach belastendem Material durchsucht worden, hieß es. Auch im Umfeld des Täters wurden mehrere Objekte durchsucht. Es seien mehrere Personen festgenommen worden, hieß es aus dem Innenministerium, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Morgen meldete. 1000 Beamte seien in Wien im Einsatz.

Video: Augenzeuge schildert Terror in Wien

Nach dem Anschlag in Wien hat die Polizei in der Nacht zum Dienstag ihre Suche nach mutmaßlichen weiteren Tätern fortgesetzt. "Wir können derzeit nicht ausschließen, dass es noch andere Täter gibt", sagte Nehammer. Die entsprechenden Ermittlungen liefen auf Hochtouren.

Bei dem Terrorangriff in der Wiener Innenstadt wurden vier Passanten, zwei Männer und zwei Frauen, getötet. Der Attentäter wurde von Polizisten erschossen. 15 Menschen wurden teils schwer verletzt. Aufgrund der weiteren polizeilichen Ermittlungen wurden die Bürger aufgerufen, die Innenstadt zu meiden. Die Polizei hatte die Innenstadt Wiens über Nacht abgeriegelt. Sie teilte am Morgen per Twitter mit, dass ein Sprengstoffgürtel, den der getötete Angreifer getragen habe, eine Attrappe gewesen sei.

Bei dem Terrorangriff waren am Montagabend nahe einer Synagoge in einem Ausgehviertel zahlreiche Schüsse abgefeuert worden. "Wer einen von uns angreift, greift uns alle an", sagte Nehammer. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verurteilte den Angriff als "widerwärtigen Terroranschlag".

VIDEO: Chronologie der Ereignisse

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