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Terrorangst in Frankreich gestiegen

Terrorangst in Frankreich gestiegen

Bei französischen Sicherheitsexperten wächst die Sorge vor einem möglicherweise bevorstehenden Terroranschlag. In Terrorcamps im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet würden mittlerweile rund 100 Europäer ausgebildet, warnt der Geheimdienst DCRI nach Angaben der Zeitung 'Le Figaro'. Die zunehmende Rekrutierung von Europäern setzt das Blatt mit dem Wunsch des Al-Kaida-Terrornetzwerkes nach verstärkten Anschlägen in Europa gleich. Vor drei Jahren noch seien Europäer in islamistischen Terror-Camps Einzelfälle gewesen.

Die Behörden in Paris hatten bereits im vergangenen Jahr vor einer erhöhten Bedrohung gewarnt. In Frankreich gilt seit Monaten die zweithöchste Stufe des Alarmplans 'Vigipirate'. Die islamistische Terrororganisation Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) hatte zudem wiederholt mit Anschlägen gegen französische Einrichtungen gedroht und sich auch zur Entführung von Franzosen bekannt. Nach Informationen des 'Figaro' hat der DCRI im Zusammenhang mit der tunesischen Revolution einen AQMI-Aufruf mit Drohungen gegen Frankreich und die USA abgefangen. Die beiden Staaten würden in Tunis erneut einen Vasallen an die Macht bringen, wenn sie nicht durch Anschläge gehindert würden, hieß es angeblich darin.