Terror in Kanada: Attentäter sticht auf Polizist ein und rast in Fußgänger – fünf Verletzte

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1. Oktober 2017 - 14:52 Uhr

Behörden gehen von Terror aus

Der Polizist sollte eigentlich nur den Verkehr kontrollieren. In der Kanadischen Stadt Edmonton im Bundesstaat Alberta fand an dem Abend ein Fußballspiel statt. Doch plötzlich raste ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf das Polizeifahrzeug zu. Nach dem heftigen Zusammenprall stieg der Fahrer aus und attackierte den Polizisten mit einem Messer. Die Behörden gehen inzwischen von einem Terrorangriff aus.

Verdächtiger gerät in Polizeikontrolle

Der Angreifer flüchtete zu Fuß. Der Polizist wurde glücklicherweise nicht sehr schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Zwei Stunden später fiel einer Polizeikontrolle ein verdächtiger Mann in einem Pick-up auf. Das Fahrzeug war gemietet. Als die Polizei seine Personalien kontrollierten, stellte sich heraus, dass er der Halter des Tatfahrzeugs ist.

Attentäter überfuhr absichtlich Fußgänger

Daraufhin fuhr der Verdächtige mit dem Pick-up einfach los und lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dabei wurden außerdem noch vier Fußgänger verletzt, berichtete die Lokalzeitung 'Edmonton Journal'. Der Fahrer habe "absichtlich versucht, Passanten zu treffen", sagte Polizeichef Rod Knecht.

Kurz vor Mitternacht gelang es der Polizei, den Wagen zu stoppen und den 30-Jährigen festzunehmen. Der Truck überschlug sich und blieb auf der Seite liegen. Im Auto des Verdächtigen fanden die Ermittler eine IS-Flagge. Ein terroristischer Hintergrund liegt also nahe. "Ich bin zutiefst besorgt und wütend über diese Tragödie", sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau. "Die Untersuchung dauert noch an, aber ersten Berichten zufolge scheint es ein weiteres Beispiel des Hasses zu sein, gegen den wir wachsam sein müssen."