Messer-Angreifer überwältigt, bevor die Polizei eintraf

Terror in London: Einer der Helden ist ein verurteilter Frauenmörder

2. Dezember 2019 - 11:24 Uhr

Im Video: Augenzeuge und Helfer berichtet von Messer-Attacke auf der London Bridge

Die Männer, die den Messer-Angreifer von London überwältigten, werden als Helden gefeiert. Mehrere Männer stoppten mit ihrem mutigen Einsatz den Terroristen Usman Khan, bevor die Polizei an der London Bridge eintraf. Die Attacke begann offenbar in der Fishmonger's Hall. Dort fand eine Veranstaltung eines Resozialisierungsprogramms für Ex-Häftlinge statt. Neben dem vorzeitig aus der Haft entlassenen Usman Khan nahm daran auch James Ford teil. Der verurteilte Frauenmörder wurde durch seinen Einsatz zu einem der Helden von London. Ein weiterer Augenzeuge und Helfer berichtet im Video, wie die Männer gemeinsam den Angreifer entwaffneten.

Messer-Attacke in London: James Ford tötete im Juli 2003 eine 21-Jährige

Messer-Angriff auf der London Bridge: Helden überwältigten Terroristen
Er ist einer der Helden von London
© Kent Police, Collage RTL

Der 42-jährige James Ford tötete im Juli 2003 die damals 21-jährige Amanda Champion. Die junge Frau wurde mit einer tödlichen Schnittwunde am Hals aufgefunden. Ford wurde ein Jahr später zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Am Freitag hatte der verurteilte Mörder Freigang und besuchte offenbar das Seminar "Zusammen lernen" in der Fishmonger's Hall.

"Wir gehen davon aus, dass der Angriff innen begann, bevor er (der Täter) das Gebäude verließ und auf der London Bridge weitermachte, wo er festgehalten und schließlich von bewaffneten Polizisten gestellt und erschossen wurde", sagte Neil Basu, Chef der britischen Anti-Terror-Polizei. Die "Times" berichtete, Usman K. habe in der Halle gedroht, das denkmalgeschützte Gebäude in die Luft zu jagen. Dass seine Sprengstoffweste eine Attrappe war, stellte sich erst später heraus.

Bei den beiden Getöteten handele es sich um einen Mann und eine Frau, fügte Basu hinzu. Die drei Verletzten - ein Mann und zwei Frauen - seien noch im Krankenhaus. Der Nationale Gesundheitsdienst teilte mit, der Zustand eines der Verletzten sei kritisch, aber stabil.