2018 M12 13 - 0:11 Uhr

Psychotherapeuten befürchten Nachteile

Kassenpatienten sollen in Zukunft besser versorgt werden und schneller einen Termin beim Arzt bekommen. Dafür hat Gesundheitsminister Spahn jetzt einen Gesetzentwurf im Bundestag eingereicht - für den er in den vergangenen Tagen allerdings mächtig Gegenwind bekam. Es geht um Psychotherapie, die von immer mehr Patienten in Anspruch genommen wird. Das könnte sich ändern.

Gutachter sollen über Notwendigkeit von Therapie entscheiden

Stein des Anstoßes ist, dass mit dem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) neue Regelungen in dem Bereich geplant sind. Die Bundespsychotherapeutenkammer kritisierte diesen Plan heftig.

Denn künftig sollen Patienten, die eine Psychotherapie machen möchten, zu einem Gutachter. Dieser entscheidet, ob der Betroffene leicht, gar nicht oder schwer erkrankt ist. Ist sie nur leicht erkrankt, gibt es keine Therapie. Nur, nur wenn der Gutachter entscheidet, dass der Patient schwer erkrankt ist, wird eine Therapie eingeleitet. Interessenverbände, aber auch Koalitionspartner SPD haben Bedenken gegen die Pläne.