Terminkonflikt in der Kölner Lanxess Arena: 13.000 Handball-Fans stehen auf der Straße

Kölner Haie
Wo die Haie sind, gibt es keinen Platz für Handball
imago/Contrast, imago sportfotodienst

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft und 13.000 Fans des Europameisters müssen sich Wohl oder Übel am Freitag eine neue Bleibe suchen.

Ursprünglich sollte in der Kölner Lanxess Arena ein Testspiel gegen Dänemark stattfinden, doch die Kölner Haie machten dem DHB einen Strich durch die Rechnung.

Dank ihres Erfolges müssen die rheinischen Kufen-Cracks am Freitag um 19.30 Uhr zum zweiten Halbfinal-Spiel der DEL-Playoffs gegen Red Bull München vor heimischem Publikum antreten. “Das Spiel findet am Freitag statt. Die Arena hat uns den Termin bestätigt“, sagte Haie-Geschäftsführer Peter Schönberger unmissverständlich. Der Eishockey-Club ist Hauptmieter der Halle und genießt deshalb Priorität. Die Austragung des Handball-Länderspiels ab 20.15 Uhr ist deshalb unmöglich. Die Lösung des Problems obliege der Geschäftsführung der Lanxess-Arena.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformfacebook, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

DHB verwundert

Beim Deutschen Handball-Bund zeigte man sich überrascht: “Die Meldung der Haie hat uns verwundert. Wir haben einen Vertrag mit der Lanxess-Arena“, sagte DHB-Generalsekretär Mark Schober dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger‘. "Ich denke wir müssen entweder nach Düsseldorf umziehen oder das Spiel auf den Samstag verlegen", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Der ISS Dome in Düsseldorf (Kapazität 13.400 Plätze) wäre die Alternative. Nach DHB-Angaben sind 13.000 Karten für das Spiel des Teams von Bundestrainer Dagur Sigurdsson verkauft worden. "Ich bin schockiert über die Unprofessionalität der Lanxess-Betreiber", polterte Hanning. Eine mögliche Terminkollision sei "lange bekannt" gewesen.