Australier pöbelt gegen Schiri & haut Schläger kaputt

Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios rastet aus

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22. August 2019 - 11:45 Uhr

Kyrgios attackiert Schiedsrichter

Er hat es schon wieder getan: Nick Kyrgios ließ während eines Tennis-Matches seinen Emotionen freien Lauf und tickte aus. Die Leidtragenden waren diesmal mehrere seiner Schläger und der Schiedsrichter.

Die Liste der Ausraster von Nick Kyrgios ist länger als die der Personen, die sich zu Clemens Tönnies geäußert haben. Immer wieder gerät der Tennis-Rüpel durch Aussetzer, Pöbel- und Wut-Attacken in die Schlagzeilen. Mehrmals musste er dafür schon viel Geld auf den Strafentisch legen.

Der jüngste Nachweis seiner überbordenden Mentalität, die alles andere als professionell ist, legte er beim Masters in Cincinnati ab.

Keine Klo-Pause, keine Party

Auslöser war eine Strafe, die er für Missachtung der Shot Clock erhielt. Daraufhin nahm der den Stuhlschiri Fergus Murphy ins Visier.

Der 24-Jährige beantragte eine Klo-Pause, die der Schiedsrichter nicht genehmigte. Der Weltranglisten-27. schlurfte trotzdem in den Innenraum und nahm gleich zwei seiner Schläger mit, nur um diese in einem Gewaltausbruch zu zerstören, wie das Video von ESPN zeigt:

"Schlimmster fu***** Schiri"

Dann teilte er heftig gegen Murphy aus: "Schlimmster fu**** Schiri, der schlimmste im Tennis, der schlimmste, ohne Zweifel." Immer wieder teilte er ungefragt seine nicht gerade hohe Meinung über den Schiedsrichter mit.

Es half nichts: Am Ende verlor er das Zweitrunden-Match gegen den Russen Karen Chatschanow mit 7:6, 6:7, 2:6. Die Spieler gaben sich nach dem Match die Hände, mit dem Unparteiischen aber war Kyrgios noch nicht fertig.

Frei übersetzt beschimpfte er ihn zum Abschluss nochmal als Flachzange.

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Mehr als 100.000 Euro Strafe

Ergebnis: Der Bußgeld-Berg von Kyrgios ist noch mal drastisch angewachsen. Wie die Spielervereinigung ATP mitteilte, muss der Motz-Meister eine Geldstrafe in Höhe von 113.000 US-Dollar (knapp 102.000 Euro) zahlen.