Tennis-Phänomen mit Gen-Defekt

Für ihr Handicap kriegt sie auch Hass

16. Januar 2021 - 18:29 Uhr

Erfolgreich trotz Gen-Defekt

Francesca Jones ist ein Phänomen: Trotz eines Gen-Defekts, der Ursache dafür ist, dass die Engländerin nur acht Finger und sieben Zehen hat, spielt die 20-Jährige erfolgreich Tennis, hat sich nun zum ersten Mal für die Australian Open, ein prestigeträchtiges Grand-Slam-Turnier, qualifiziert. Eigentlich unvorstellbar: Mit Blick auf ihr Handicap bekommt sie auch Hass, wie sie im Video oben verrät.

Kann ich nicht? Von wegen!

Dabei verdient sie das Gegenteil: Anerkennung und Respekt. Tennis ist eine extrem fordernde Sportart, man braucht Stabilität, zu der nicht zuletzt die Zehen beitragen. Griffkraft ist vonnöten, um den Schläger präzise zu führen. Jones kompensiert ihr Defizit mit riesiger Motivation. Ihr Motto: "Das Größte im Leben ist es, das zu tun, von dem die Leute sagen, dass man es nicht kann."

In ihrem Fall waren das viele Ärzte, die der Meinung waren, Jones könne niemals erfolgreich Tennis spielen. In den sozialen Medien kriegt sie für ihre positive Haltung enormen Zuspruch. Die Australian Open finden im Februar statt. Dann gehört Jones die große Tennis-Bühne.