Sind dem Trainer sein Hund und das Golfen wichtiger?

Alexander Zverev schießt gegen Trainer Ivan Lendl

19. Juli 2019 - 11:22 Uhr

Heftige Kritik am Trainer

Es lief zuletzt einfach nicht bei Alexander Zverev: Der Weltranglisten-Fünfte schied in Wimbledon bereits in der ersten Runde aus. Und auch abseits des Platzes hatte der 22-Jährige große Probleme: Ein Rechtsstreit mit seinem langjährigen Manager Patricio Apey belastet ihn schwer. Beim ATP-Turnier in Hamburg will die deutsche Nummer 1 wieder Selbstbewusstsein tanken - schießt beim Pressegespräch aber erst einmal gegen Trainer Ivan Lendl.

"Es werden sich viele Dinge ändern"

"Manchmal gehen wir auf den Tennisplatz, du trainierst zwei Stunden lang, und eine halbe Stunde davon steht er mit dem Rücken zu mir und erzählt, wie er am Morgen davor Golf gespielt hat", erzählte Zverev den anwesenden Journalisten über seinen Trainingsalltag mit Lendl.

Außerdem widme der Coach seinem neuen Hund mehr Zeit als ihm. Nach Wimbledon habe es allerdings ein klärendes Gespräch gegeben. "Wir haben darüber gesprochen, und ich habe ihm gesagt, dass er seinen Fokus mehr auf Tennis konzentrieren soll", so Zverev. Harsche Kritik an Lendl, der in seiner Karriere acht Grand-Slam-Titel gewann und den Deutschen seit den US Open 2018 trainiert.

Ob er weiterhin mit dem 59-Jährigen zusammenarbeiten will, ließ Zverev offen. "Es werden sich viele Dinge ändern", sagte er vage. Beim Turnier in Hamburg setzt Zverev schon einmal auf einen anderen Betreuer - Vater Alexander Senior wird am Rothenbaum dabei sein.

"Ich werde in allen Matches alles geben"

LONDON, ENGLAND - JUNE 29: Alexander Zverev of Germany during a practice session ahead of The Championships - Wimbledon 2019 at All England Lawn Tennis and Croquet Club on June 29, 2019 in London, England. (Photo by Matthias Hangst/Getty Images)
In Hamburg soll es für den Deutschen endlich wieder bergauf gehen.
© Getty Images, Bongarts, LR1

Ob mit oder ohne Ivan Lendl - Zverev hofft darauf, in Hamburg zu alter Stärke zurückzufinden. Hier, in seiner Heimat, hatte er 2013 sein erstes Profi-Match bestritten. "Ich weiß, dass ich zuhause bin, ich weiß, dass das Publikum hinter mir stehen wird", zeigte sich der Weltranglisten-Fünfte zuversichtlich. "Ich werde in allen Matches alles geben."

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