Tennet bindet Offshore-Projekt vor Borkum ans Stromnetz an

Die Windkraftwerke in der Nordsee haben 2019 rund 21 Prozent mehr Strom geliefert als im Vorjahr. Foto: Ingo Wagner/dpa/Archivbild
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13. Februar 2020 - 13:21 Uhr

Nach längerem Probebetrieb ist die Stromproduktion aus zwei Offshore-Windparks vor Borkum offiziell am Netz. Das Projekt "Borwin 3" mit der in der Nordsee installierten Umspannplattform "Borwin gamma" sowie einer 160 Kilometer langen Leitung bis nach Emden wurde jetzt übernommen, teilte der Netzbetreiber Tennet am Donnerstag mit. Strom aus den Parks "EnBW Hohe See" und "Global Tech I" war ab dem August testweise übertragen worden. Die Leistung liegt bei 900 Megawatt - das sind knapp 13 Prozent der derzeit verfügbaren Übertragungskapazität für Windenergie aus der deutschen Nordsee.

In Emden kommt der Strom nach dem Durchlaufen einer weiteren Umspannstation in das Höchstspannungsnetz. Tennet betreibt in der Region bereits die Projekte "Borwin 1" und "Borwin 2". Mitte August hatte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf Norderney die Baustelle für "Borwin 5" besucht. Es soll 2025 mit einer Anschlussleistung von ebenfalls 900 Megawatt fertig sein.

Der Ausbau der Windenergie an Land droht aufgrund starken Widerstands von Bürgerinitiativen, komplizierter Genehmigungsverfahren und umstrittener Abstandsregeln weiter ins Stocken zu geraten. Die Offshore-Windkraft gilt daher neben Solarstrom, Biogas und Wasserkraft als weiteres Standbein der Energiewende.

Quelle: DPA